LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[16.12.2020]

Der MdL René Schneider hat zu den bergbauinduzierten Erdbeben einen Bericht der Landesregierung eingefordert, der am 18. auf der UA-Sitzung hätte präsentiert werden sollen. Die Sitzung ist abgesagt, der Bericht aber erstellt.Seismisches Ereignis Logo Behrens

Wie üblich werden wieder Nebelkerzen geworfen. Es wird nicht dargestellt, dass die Bergbehörde keinerlei eigene Messungen unternimmt bzw. veranlasst hat. Es wird auf die Erdbebenstation des Landes in Bensberg bzw. die in Bochum hingewiesen. Es erfolgt keine klare Unterscheidung zwischen "gemessener" Magnitude (kein Messgerät ist in 1000m Tiefe vor Ort um die zu messen!) und der Schwinggeschwindigkeit an der Erdoberfläche gemacht (an der sich die Belästigungen und mögliche Schäden nach der einschlägigen Norm DIN 4150 orientieren). Der Minister preist die Untersuchungen der Uni Bochum, hat aber selbst keinen Anteil an dem Zustandekommen - es handelt sich um ein Bundesforschungsprojekt.

Zu den möglichen Bergschäden verweist das MWIDE auf das Moers-Kapellen-Urteil, nach dem Bergbau nur dann verhindert werden muss, wenn die Häuser zusammen zu brechen drohen. Diese Sorge braucht man bei den Erdbeben sicher nicht haben. Es können aber alte Risse wieder aufbrechen, neue Risse auftreten, wenn ein durch den Einfluss des Abbaus unter Spannung stehendes Gemäuer weiteren Belastungen ausgesetzt wird. Die Betroffenen werden dabei allein gelassen.

Schließlich wird noch auf das Integrale Monitoring zum Grubenwasseranstieg hingewiesen. Dort wurde aber schon festgestellt, dass die zur Zeit durchgeführten Messungen nicht der DIN entsprechen würden, also für die Durchsetzung von Ersatzansprüchen nicht geeignet wären.

Hier geht es zum Bericht des MWIDE

 

[14.12.2020]

Seit Jahren kreisen Satelliten um die Erde, die regelmäßig die Höhendaten erfassen. Die Daten sind frei verfügbar, eine Auswertung aber für den Privatmann praktisch unmöglich.

Der Bund stellt jetzt aber in einem Portal eine anschauliche Darstellung der Höhenänderungen zur Verfügung. Schon auf den ersten Blick wird deutlich, welche Veränderungen Braun- und Steinkohlenbergbau für die Oberfläche bewirkt haben. Hochwassergefahren, Bergschäden, Poldermaßnahmen ... sind die bekannten Folgen.

Hier geht es zur website


[12.12.2020]

Auf den Seiten der BR Arnsberg kann man Informationen zum Überwachungsprogramm der Behörde, auch bzgl. des Bergbaus, erhalten. Besonders interessant ist der "Umwelt- und Störfallüberwachungsplan"


[12.12.2020]

Der Braunkohlentagebau hinterlässt riesige Seen, die keine natürliche Ufer haben. Vielmehr ist die Böschungsneigung in der Regel so groß, dass immer eine latente Gefahr des Abbruchs bleibt. Die Abbrutschung von mehreren Häusern am 18.7.2009 in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt, die mit dem Tode einiger Bewohner verbunden war, ist vielen noch in böser Erinnerung.

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