LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


Die Pegelstände an Rhein und Ruhr haben genehmigungsrechtliche Bedeutung für die Grubenwassereinleitung.

Für Walsum ist die Grenze bei MNQ: 2,40m - 1040m³/sec:

 Ein Service von ELWIS

Datenquelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

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Für die Ruhr muss am Pegel Hattingen ein Mindestdurchfluss von 20m³/sec gegeben sein, damit beim ehemal. Bergwerk Heinrich Grubenwasser eingeleitet werden darf.

Copyright: Ruhrverband

(Datenquelle: Talsperrenleitzentrale des Ruhrverbands)

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[3.4.2022]

Auch für die Einleitung von Grubenwasser in die Ruhr an der Einleitstelle des ehemaligen Bergwerks Heinrich gibt es eine Einschränkung bei Niedrigwasser. Entscheidend ist hier der Pegel Hattingen, bei dem ein Mindestdurchfluss von 20m³/sec bestehen muss.

In den Jahren 2018, 2019 und 2020 gab es insgesamt ca. 100 Tage mit diesem niedrigen Durchfluss. Die RAG hat jedoch fast durchgehend Grubenwasser eingeleitet, die BR Arnsberg als Aufsichtsbehörde hat es weder interessiert noch haben sie es überhaupt bemerkt. Eine Kontrolle findet wie gewohnt nicht statt.

Jetzt redet man sich damit heraus, dass der Ruhrverband als zuständiger Betreiber nichts gemeldet hätte (Quatsch, RAG muss sich informieren) oder die illegale Einleitung gar nicht so schädlich gewesen sei und die BR in Zukunft diese Nebenbestimmung bei der nächsten anstehenden Genehmigung gar nicht wieder erlassen würden.


[23.3.2022]

Bekanntlich darf RAG an der Einleitstelle Walsum in den Rhein nicht einleiten, wenn dieser zu wenig Wasser führt. Grund ist natülich die bei Niedrigwasser befürchtete zu hohe Belastung.

Wenn das Wasser nicht gepumpt und eingeleitet wird, steigt es natürlich im Untergrund an. Dafür existiert nach Angaben der RAG (die bisher keiner überprüft hat) ein untertägiger "Retentionsraum". Die RAG hält den GW-Staund zwischen -760m und -746m (letzterer ist durch die Genehmigung vorgegeben).

In 2021 hat es einen Zeitraum von 14 Tagen gegeben, in dem die RAG nun tatsächlich nicht einleiten durfte und es auch tatsächlich nicht getan hat. Wir wollten wissen, wie die GW-Stände zu Beginn und am Ende dieser Phase waren weil mit diesen Werten die Größe des Retentionsraums (zumindest in diesem Breich) überpüft werden kann.

RAG und MWIDE/BRA haben bisher die Daten verweigert!


[10.2.2022]

Im Rahmen des Integralen Monitorings für den Grubenwasseranstieg betonen RAG und Bergbehörde immer wieder ihre maximale Transparenz. Das Geschehen um das Grubenwasser soll genau untersucht und monitort werden.

Das gilt aber offenbar nur solange, wie es für RAG "ungefährlich" ist.

Für Walsum sieht die Genehmigung zur Einleitung vor, dass diese bei Niedrigwasser des Rheins zu unterbleiben hat. Dafür existiert nach den Prognosen der RAG ein genügend gro0er "Rententionsraum" untertage, dass das Wasser ohne Gefahr sogar über Monate ansteigen könnte.

Im Herbst des letzten Jahres ergab sich nun ein solcher Zeitraum von etwa 14 Tagen. Jetzt könnte man anhand der Grubenwasserstände während des Einleitungsstopps leicht die Prognose der RAG nachvollziehen - oder auch merken, dass das alles nicht so stimmt. Deshalb (?) will RAG die Daten nicht herausgeben. Die Bergbehörde zieht sich trotz UIG und IFG Antrags darauf zurück, dass RAG nicht die Verpflichtung hätte, die Daten zu liefern.

Auf der website der Bergbehörde findet man:

"Durch dieses Monitoring soll überprüft werden, ob die den Genehmigungsverfahren zugrundeliegenden Prognosen bezüglich Grubenwasserständen, -qualitäten und Auswirkungen auf die Tagesoberfläche tatsächlich eintreten. Im Sinne eines Frühwarnsystems sollen im Rahmen des Monitorings ungewollte Entwicklungen erkannt und durch rechtzeitig ergriffene gegensteuernde Maßnahmen Risiken vermindert werden"

Das Verhalten von RAG und Bergbehörde zeigt nun aber genau das Gegenteil. Keiner will die Prognosen überprüfen - wahrscheinlich, weil sie falsch sind und das die Öffentlichkeit nicht merken darf.

(Der LVBB wird an dem Thema dran bleiben!)

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