LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[30.8.2022]

In Walsum am Rhein und beim BW Heinrich an der Ruhr ist aufgrund der langanhaltenden Trockenphase die Einleitung eingeschränkt bzw. verboten.

Zum Hintergrund Einleitung Walsum:

Mit Genehmigung vom 8.8.2020 durfte die RAG in Walsum bei Wasserständen unterhalb von 2,40m (Pegel Ruhrort) kein Grubenwasser einleiten. Daher ist der Grubenwasserpegel seit dem 14.7. schon um ca. 8m gestiegen. Mit der neuen Genehmigung vom 9.8.2022 darf die RAG jetzt doch bei geringen Wasserständen einleiten. (Die Fische haben gesagt, es sei alles in Ordnung, alles nicht so schlimm!). Jetzt darf RAG mit verminderter Menge praktisch immer Grubenwasser einleiten. Trotzdem steigt der Grubenwasserspiegel weiter an. Mitte September wird der Grubenwasserpegel den maximal erlaubten Stand von -746m erreicht haben.

Was dann?


Die Pegelstände an Rhein und Ruhr haben genehmigungsrechtliche Bedeutung für die Grubenwassereinleitung.

Für Walsum ist die Grenze bei MNQ: 2,40m - 1040m³/sec:

 Ein Service von ELWIS

Datenquelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

Link zur Original-Website

 

Für die Ruhr muss am Pegel Hattingen ein Mindestdurchfluss von 20m³/sec gegeben sein, damit beim ehemal. Bergwerk Heinrich Grubenwasser eingeleitet werden darf.

Copyright: Ruhrverband

(Datenquelle: Talsperrenleitzentrale des Ruhrverbands)

Link zur Originalseite

 

 


[3.4.2022]

Auch für die Einleitung von Grubenwasser in die Ruhr an der Einleitstelle des ehemaligen Bergwerks Heinrich gibt es eine Einschränkung bei Niedrigwasser. Entscheidend ist hier der Pegel Hattingen, bei dem ein Mindestdurchfluss von 20m³/sec bestehen muss.

In den Jahren 2018, 2019 und 2020 gab es insgesamt ca. 100 Tage mit diesem niedrigen Durchfluss. Die RAG hat jedoch fast durchgehend Grubenwasser eingeleitet, die BR Arnsberg als Aufsichtsbehörde hat es weder interessiert noch haben sie es überhaupt bemerkt. Eine Kontrolle findet wie gewohnt nicht statt.

Jetzt redet man sich damit heraus, dass der Ruhrverband als zuständiger Betreiber nichts gemeldet hätte (Quatsch, RAG muss sich informieren) oder die illegale Einleitung gar nicht so schädlich gewesen sei und die BR in Zukunft diese Nebenbestimmung bei der nächsten anstehenden Genehmigung gar nicht wieder erlassen würden.


[23.3.2022]

Bekanntlich darf RAG an der Einleitstelle Walsum in den Rhein nicht einleiten, wenn dieser zu wenig Wasser führt. Grund ist natülich die bei Niedrigwasser befürchtete zu hohe Belastung.

Wenn das Wasser nicht gepumpt und eingeleitet wird, steigt es natürlich im Untergrund an. Dafür existiert nach Angaben der RAG (die bisher keiner überprüft hat) ein untertägiger "Retentionsraum". Die RAG hält den GW-Staund zwischen -760m und -746m (letzterer ist durch die Genehmigung vorgegeben).

In 2021 hat es einen Zeitraum von 14 Tagen gegeben, in dem die RAG nun tatsächlich nicht einleiten durfte und es auch tatsächlich nicht getan hat. Wir wollten wissen, wie die GW-Stände zu Beginn und am Ende dieser Phase waren weil mit diesen Werten die Größe des Retentionsraums (zumindest in diesem Breich) überpüft werden kann.

RAG und MWIDE/BRA haben bisher die Daten verweigert!

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