LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[12.03.2020]

Bekanntlich will die RAG das "Grubenwasser" (im Rechtssinne ist es "Grundwasser") in Ibbenbüren auf eine Höhe von 63m NHN ansteigen lassen und dann in Hörsteler und Ibbenbürener Aa einleiten. Die prognostizierte Einleitmenge liegt mit 7 Mio m³ unter der Grenze von 10 Mio m³, die das Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung für eine verpflichtende UVP vorsieht.

Bei dieser Wassermenge ist eine sog. Umweltverträglichkeitsvorprüfung durch die Bergbehörde vorgesehen. Bestehen keine Besorgnisse vor größeren Umweltproblemen, ist mit dieser Prüfung das Thema Umwelt "abghakt". Kommt die Behörde aber zu dem Ergebnis, es könnte größere Probleme geben, kann die Behörde den Unternehmer (RAG) zur Durchführung einer UVP verpflichten.


[9.2.2021]

In einer Kleinen Anfrage wollen die Grünen (Wibke Brems und Norwich Rüße) Aufklärung über das Grubenwasser, besser "tiefes Grundwasser", in Ibbenbüren erhalten.

Mit den Fragen nach einer UVP machen die beiden es der Landesregierung einfach. Da wird man sich auf die Formalismen der Verordnung berufen.

Kritischer sind schon die Fragen nach den eingeleiteten Wässern, die vorher noch aufwendig gereinigt werden müssen.

Hier geht es zur Anfrage.


[25.1.2021]

Bekanntlich benötigt der Steinkohlenbergbau die ehemaligen Halden für Bergematerial nicht mehr. An vielen Stellen hat der Regeionalverband Ruhr diese Halden übernommen und sie einer Folgenutzung zugeführt. Viele kennen das Tetraeder in Bottrop oder das Berggeleucht in Moers.

Durch das selige, vorzeitige Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet sind auf einigen Halden noch Schüttkapazitäten "frei", d.h. sie haben noch nicht das ursprünglich vorgesehene Ausmaß angenommen. Hier treffen sich jetzt Begehrlichkeiten aus verschiedenen Richtungen. RAG ist interessiert, weil es so u.U. die ökologische Aufbereitung einer Halde umgehen kann, die öffentliche Hand hat Interesse, Schüttkapazitäten für Bauschutt, aber auch für Reststoffe aus Industrie und Energiegewinnung zu schaffen.

Im Einzelnen sind drei Halden im Gespräch

  • Brinkfortsheide (Erweiterung) in Marl
  • Hürfeldhalde in Dorsten
  • Halde Lohmannsheide in Duisburg/Moers

Zur Nachnutzung ist eine gemeinsame Gesellschaft DAH, "Deponie auf Halden", gegründet worden, jeweils zu 50% RAG Immobilien und Abfallgesellschaft Ruhr als 100%ige Tocher des RVR.

Vor Ort regt sich allerdings Widerstand unter den Bürgerinnen und Bürgern. Viele können nicht einsehen, ein Ende des Schüttens von Bergematerial erreicht zu haben und dafür jetzt mehr oder weniger Sondermüll vor ihre Haustür gesetzt zu bekommen.

Die Stadt Dorsten hat jetzt in einem Beschluss des Bau- und Planungsausschuss scherweigende Mängel in dem Genehmigungsprozess aufgewiesen.

Hier kann man das in der Sitzungsvorlage nachlesen (Top 5).

Hier gibt es einen Artikel in der Dorstener Zeitung dazu.

 

[24.1.2021]

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