LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[16. 5. 2019]

Immer noch Ärger mit Bergschäden


Bürger klagten beim Stammtisch der SGB in Rheinberg


Zahlreich waren die Bürgerinnen und Bürger erschienen, um dem Landtagsabgeordneten René Schneider ihr Leid bei der Regulierung von Bergschäden zu klagen. Als Mitglied des Unterausschusses für Bergbausicherheit, der inzwischen auch die Belange der Immobilienbesitzer im Blick hat, war Schneider ein kompetenter Ansprechpartner.
Vielfältig sind die Probleme, die aufgezeigt wurden. Ganz vorne stand die nicht akzeptable, sehr lange Bearbeitungsdauer. Da vergehen zwischen Schadensmeldung und Bearbeitung gerne mal vier bis sechs Monate; in einem Fall hatte ein Bürger mehr als ein dreiviertel Jahr warten müssen, bis sein Schaden überhaupt einmal besichtigt wurde. Zunehmend wird auch die Tendenz der RAG feststellbar, dass sie an Objekten keinerlei Bergschäden mehr anerkennen will, obwohl sie in der Vergangenheit problemlos reguliert hatte. Angeblich könnten keine Schäden mehr entstehen. Nach Erkenntnissen der SGB sind aber auch zehn Jahre nach Ende des Abbaus noch Schäden möglich. Der Vorstand wies aber auch daraufhin, dass man seine Schäden zügig melden sollte, damit nicht irgendwann die Verjährung eintritt.


[12.5.2019]

BLU richtet die Landesdelegiertenversammlung des LVBB in Lippramsdorf aus

Auf Einladung seines Mitglieds BLU führte der LVBB die Landesdelegiertenversammlung 2019 am 11.Mai 2019 in Haltern am See, im Heimathaus in Lippramsdorf durch.

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Die Delegierten und Besucher erhielten vor der Versammlung die Gelegenheit, bei einer Begehung der Baustelle des Neubaus des Lippedeiches HaLiMa die unübersehbaren Folgen der Bergsenkungen zu erahnen und dabei die finanziellen und technischen  Aufwendungen einzuschätzen, die erforderlich sind, um den Lippedeich standsicher zu machen, um das Hinterland vor Überflutungen dauerhaft zu schützen. Die sachkundige Führung am Lippedeich übernahm der Projektleiter der Baumaßnahme, Herr Dipl.-Ing. Gerhard Fromanowicz, von Lippeverband.


[17.4.2019]

Die Stadt Kamp-Lintfort freut sich zu recht über die Landesgartenschau, die heute genau in einem Jahr eröffnet wird (siehe nrz vom 13. 4.). Aber es ist eben auch nicht alles Gold, was glänzt.

Man braucht auch nicht darüber nachzudenken, was Kamp-Lintfort ohne Bergbau heute wäre - das ist Geschichte. Von daher ist es verständlich, wenn auf dem Gelände der LAGA auch des Bergbaus gedacht werden soll. Den Bergbau zu verherrlichen ist aber genauso wenig angebracht. Wer über das Gelände der LAGA ab 2020 laufen wird, ahnt wahrscheinlich nicht, dass er über eine Sondermülldeponie läuft. Unter dem Hügel des "Sicherungsbauwerks" liegt das Gift aus 100 Jahren Bergbaugeschichte. Auf ewig muss das verseuchte Grundwasser in der Umgebung abgepumpt und gereinigt werden.
Die Bürger aus Rheinberg haben sicher auch kein romantisch-verbrämtes Verhältnis zum Bergbau. Jahrelang haben sie unter Bergschäden, Erdbeben, Störungen an Stromversorgung und öffentlichen wie privaten Kanälen gelitten und sind dankbar, dass der Bergbau früher als ursprünglich vorgesehen beendet wurde.
Das sind Aspekte des Bergbaus die ehrlicherweise auch zu einem Gedenken an ihn gehören und im neuen Besucherzentrum präsentiert werden sollten. Aber vielleicht stört das auch zu sehr die "heile Welt des Kumpels". Es war doch alles soooo schön!


[9.4.2019]

Bei allen Problemen, die wir bei den Verhandlungen in den Schlichtungsstellen für Stein- bzw. Braunkohle in NTW haben, schätzen wir grundsätzlich die Arbeit positiv ein. Den Bürgerinnen und Bürgern wird eine (fast) kostenfreie Möglichkeit geboten, in Verhandlungen mit dem Bergbauunternehmer (RAG,RWE, EBV) vor einer neutralen Stelle zu treten.

Leider tun sich andere Unternehmer bzw. Bundesländer noch viel schwerer. Bekanntermaßen will der Salzbergbau in NRW nicht der Schlichtung beitreten. Im Lande Brandenburg ist die Einrichtung der dort sogenannten "Schiedsstelle" wieder einmal verschoben worden. Zudem wird immer klarer, dass der von den Betroffenen auszuwählende Beisitzer einer Liste entnommen werden muss, die das Land vorher bestimmt. In NRW werden die Beisitzer dagegen von Bürgerinitiativen ohne Zutun der Landesregierung bzw. der Unternehmer gestellt. Die Lausitzer Rundschau hat am 12. 3. darüber berichtet. mehr >>

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