LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[2.3.2020]

Tagebauloch in 300m Entfernung

RWE hat seine Pläne für den geänderten Abbau von Braunkohle veröffentlicht. mehr>>

Das MWIDE mit Minister Pinkwart hat eine genaue Prüfung versprochen: mehr>>

Unter anderem sehen die Pläne vor, dass teilweise bis zu 300m an die Wohnbebauung der Abbau stattfinden soll. Die Abstrusität wird besonders deutlich, wenn man den geplanten Windradabstand von 1500m betrachtet. Wie sich ein Anwohner fühlt, wird in dem Beitrag der RP deutlich: mehr>>

 


[25.2.2020]

Der LVBB hatte Umwewlt- wie Wirtschaftsministerium aufgefordert, ein ausführliches Monitoring des Grubenwasseranstiegs durchzuführen. Das Monitoring soll auch weitgehende Befugnisse bis hin zum Stopp des Anstiegs bei unlösbaren Problemen haben.

Die Ministerien haben die Forderung aufgegriffen und ein "Integrales Monitoringfür den Grubenwasseranstieg in NRW" ins Leben gerufen. Der LVBB ist im dazugehörigen Arbeitskreis vertreten und wird penibel darauf achten, dass die Belange von Umwelt und Menschen genauestens beachtet werden.

Eine Auftaktveranstaltung hat im Januar stattgefunden. Hier hat die BR Arnsberg als Bergbehörde eine erste Konzeptbeschreibung geliefert. Diese Beschreibung ist hier verfügbar.


[15.1.2020]

Durch den Hochleistungsbergbau der RAG ist es in den letzten Jahren des deutschen Steinkohlenbergbaus immer wieder zu bergbau-induzierten Erdbeben gekommen. Mehrere Tausende Erdschläge haben die Menschen in den Bergbaugebieten immer wieder – oft auch in der Nacht – beunruhigt oder aus dem Schlaf gerissen. Dabei ist es auch häufig zu Schäden an den Gebäuden gekommen, die in der Regel auch von der RAG reguliert wurden.

Aufgrund der Initiative des LVBB ist die RAG als Bergbauunternehmer nach jahrelangen Diskussionen und einigen Gerichtsentscheidungen jetzt bereit, für die in den Jahren 2008 bis 2018 von den Bürgerinnen und Bürgern erduldeten Erdbeben eine Entschädigung zu zahlen. In die Verhandlungen über die Modalitäten wollte die RAG den Landesverband nicht einbinden.

Je nach Ortslage werden Beträge von 200€, 400€ oder 800€ als Ausgleich angeboten. Eine Anspruchsstellung ist relativ unbürokratisch über das Internet möglich. Die Webadresse dazu lautet: https://www.rag.de/wohnwertminderung. Hier wird dann auch schnell deutlich, ob dem Einzelnen eine Entschädigung angeboten wird.

Das ist sicher ein Erfolg, allerdings ist der Kreis der Anspruchsberechtigten zu klein gegriffen und wir erwarten von der RAG eine Offenlegung der Kriterien. Viele Bürgerinnen und Bürger gehen jetzt leer aus. Ihnen bleibt vermutlich nur der mühsame Weg einer Klage mit ungewissem Ausgang nach Jahren.


[20.12.2019]

Delegation aus KoreaEine Delegation von acht Damen und Herren aus der Provinz Gangwon in Korea besuchte unter Begleitung des LVBB die Zeche Zollverein. DieTeilnehmer sind größtenteils Verantwortliche in der Provinzregierung wie auch -verwaltung. Begleitet wurden sie vom ehemaligen Generalkonsul aus Frankfurt, Herrn Baek, sowie dem Botschaftsrat, Herrn Taeyong Park, aus von der kroatischen Botschaft in Bonn.

In der Provinz Gangwon ist der Steinkohlenbergbau schon seit 20 Jahren beendet und so ging es der Delegation um Informationen zu den Umweltproblemen wie auch zu Möglichkeiten der Konversion.

66a29734 2f17 480a 8a59 97ee5edc2b7eDer LVBB konnte auf die Umweltprobleme in Deutschland hiweisen:

  • Grubenwasser (PCB, Salz, Fe, …)
  • Gase (Radon, Methan)
  • Halden (Brände, Austritt von verseuchtem Wasser)
  • Pumpen (Vorflutstörung; Flurabstand)
  • Hochwassergefahr (Deichbruch, Senkungen)
  • Grundwasserverseuchung (Kokerei, Rhein )
  • Bergbauflächen (Wiedernutzbarmachung)
  • ...

Bei einer anschließenden Führung durch einen Vertreter der Stiftung Zollverein konnten die Teilnehmer durchaus ansehnliche Projekte auf dem Gelände der ehemaligen Zeche sehen:

  • PACT, Tanztheater
  • Folkwangschule
  • Designzentrum
  • ...
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