LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[12. 8. 2018]

Das MWIDE hat jetzt auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Wibke Brems (GRÜNE) zu der Übernahme von Bergschäden durch RWE geantwortet. Bei der öffentlichen Hand scheint RWE seinen Verpflichtungen i.w. nachzukommen. Die privaten Bürgerinnen und Bürger können da anderes Berichten.

>>mehr


[3. 7. 2018]

"Risikoerhöhung durch Bergbau am Niederrhein" ist der Titel einer Kleinen Anfrage des Abgeordneten René Schneider (SPD), die jetzt durch die Landesregierung beantwortet wurde.

Es geht darum, dass der Bergbau am Niederrhein beiderseits des Flusslaufs für starke Senkungen gesorgt hat. Diese führten dazu, dass vormals hochwasserfreie Gebiete zu hochwassergefährdeten Gebieten wurden. Dadurch ist das volkswirtschaftliche Risiko (aufgrund des Handelns eines "Privatkonzerns") unverantwortlich erhöht wurde. Zum Ausgleich wurden schon in den Jahren 2002 bis 2006 Maßnahmen entwickelt, von denen allerdings nur eine, ein Polder mit zusätzlichem Deich bei Rheinberg, überhaupt geplant wird.

Alle anderen von den Wissenschaftlern damals vorgeschlagenen Maßnahmen wurden gar nicht erst angegangen, die Gertigstellung der Poldermaßnahme wird sicher noch 10 Jahre dauern. Interessant ist auch die Frage des Kostenträgers. Schließlich wird der zusätzliche Deich - auch - aufgrund des Bergbaus erstellt. Durch diesen zusätzlichen Deich wird übrigens nur eine sehr kurze Deichstrecke von ca. 4km gesichert. Da der Rhein aber keinen fragt, wo er über die Ufer tritt und das Wasser sich dann weit in der niederrheinischen Tiefterrasse ausbreiten kann, ist diese Maßnahme sicher kein Ersatz für den Schutz, der durch den Bergbau genommen wurde.

mehr >>


[18.6.2018]

Heute veröffentlichte die NRW unter der Rubrik "Klartext" einen Leserbrief von Thomas Sander aus Essen, der uns die Veröffentlichung hier gestattet:

"Wenn ich eine wirtschaftliche Betätigung aufnehme und nach einer gewissen Zeit keine Gewinne erziele, stuft das Finanzamt diese Aktivität als „Liebhaberei“ ein. Um nichts anderes hat es sich beim Steinkohlenbergbau gehandelt. Bereits bevor ich 1965 geboren wurde flossen die unsinnigen Subventionen. Wo stände das Ruhrgebiet heute, wenn dieses Geld in die Zukunft investiert und nicht in 800 Meter Tiefe verbuddelt worden wäre? Die Arbeit war anstrengend? Ist es auch wenn ich Fahrrad fahre. Die gute Kameradschaft? Gibt es auch im Fußballverein.

Die gut organisierte Clique der Profiteure sollte zumindest gegen Ende dieses Irrsinns Dankbarkeit gegenüber denjenigen zeigen, die ihre Liebhaberei finanzierten und sich nicht als die Helden der Vergangenheit aufspielen. Dabei ist die Berichterstattung, auch in der NZW, gefordert Dinge klarzustellen statt zu glorifizieren." (Der Kursivtext findet sich nicht in der Zeitung, war aber Bestandteil des Leserbriefes.)

Dem ist nichts hinzuzufügen.


[7.6.2018]

Welche Gefahren auch noch von lange zurückliegendem Bergbau im Ruhrgebiet ausgeht, wurde heute deutlich. In Hamm-Pelkum ist bei einer Bohrung wegen Erdwärme eine Methanblase angestochen worden. Seitdem tritt ein hochexplosives Methan-Wasser-Gemisch mit hohem Druck an die Tagesoberfläche. Anwohner mussten seit dem Mittwochnachmittag ihre Wohnungen räumen und konnten bisher nicht wieder zurück.

mehr>>

Aktuelle Seite: Startseite Aktuelles