LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[9.4.2019]

Bei allen Problemen, die wir bei den Verhandlungen in den Schlichtungsstellen für Stein- bzw. Braunkohle in NTW haben, schätzen wir grundsätzlich die Arbeit positiv ein. Den Bürgerinnen und Bürgern wird eine (fast) kostenfreie Möglichkeit geboten, in Verhandlungen mit dem Bergbauunternehmer (RAG,RWE, EBV) vor einer neutralen Stelle zu treten.

Leider tun sich andere Unternehmer bzw. Bundesländer noch viel schwerer. Bekanntermaßen will der Salzbergbau in NRW nicht der Schlichtung beitreten. Im Lande Brandenburg ist die Einrichtung der dort sogenannten "Schiedsstelle" wieder einmal verschoben worden. Zudem wird immer klarer, dass der von den Betroffenen auszuwählende Beisitzer einer Liste entnommen werden muss, die das Land vorher bestimmt. In NRW werden die Beisitzer dagegen von Bürgerinitiativen ohne Zutun der Landesregierung bzw. der Unternehmer gestellt. Die Lausitzer Rundschau hat am 12. 3. darüber berichtet. mehr >>


[24.3.2019]

Im April 2014 kam es zu einem Austritt von Rohöl aus einer Kaverne in Epe im nördlichsten Zipfel Nordrhein-Westfalens. Bekanntlich hatte die BR Arnsberg als Bergbehörde versagt und  - wie manche sagen - den Austritt provoziert, in dem sie den Betrieb der Kaverne weiter zu ließ, obwohl der Druckabfall zwei  Monate vorher nicht aufgeklärt wurde. Schon damals war Rohöl an einer Bruchstelle der Zuleitungsröhre ausgetreten, nur noch nicht an der Oberfläche angekommen.

Jetzt hat MdL Wibke Brems (DIE GRÜNEN) in einer Kleinen Anfrage nach den langfristigen Schäden etc. gefragt. siehe >>


[14.3.2019]

Auf der Tagung an der TH Agricola hat auch Jens Riecken von geobasis.nrw referiert.

Auf tim-online.nrw.de sind - wie bekannt - inzwischen auch Höhenzeitfolgen für einzelne Punkte des Leitnivellements kostenlos erhältlich.

Interessant war aber auch sein Hinweis auf Untersuchungen, die in anderen Ländern zum Oberflächenmonitoring geschehen.

Auf der englischen Seite kann man auch Auswertungen für Deutschland abrufen. Hier ist z.B. erkenntlich, dass in Gebieten mit Grubenwasseranstieg (um ca. 400m) in den letzten beiden Jahren noch Senkungen von 1cm/Jahr aufgetreten sind.

Ebenso haben die Niederländer Karten veröffentlicht, die auch Teile Westdeutschlands mit abdecken.


[12.3.2019]

Das Verwaltungsgericht Köln hat die beiden Klagen des BUND gegen den Braunkohletagebau abgewiesen.

Zum einen ging es um den fehlenden Eintrag des Hambacher Waldes in das europäosche Schutzgebietsystem Natura 2000. Der andere Klagegegenstand war die Enteignung einer Fläche, die der BUND seinerzeit erworben hatte.

Gegen die Urteile kann jeweils ein Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt werden, über den das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster entscheiden würde. Spannend auch die Frage, wie der Bergbauunternehmer und die Politik mit den Urteilen umgehen. RWE hatte einen Rodungsstopp bis 2020 zugesagt. Die Landesregierung brütet noch, wie sie die Empfehlungen der Kohlekommission umsetzen soll.

Pressemitteilung des VG >>

Pressemitteilung des BUND >>

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