LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[6.4.2020]

Nach einigem Zögern ist die Landesregierung (noch unter ROT-GRÜN) unserer Forderung nach Reinigung des Grubenwassers von PCB nachgekommen. Ursprünglich sollten drei Pilotanlagen (siehe>>) eingerichtet werden, nachdem im Laborversuch die Möglichkeit der Reinigung nachgewiesen wurde.

Jetzt liegen die Ergebnisse vor und hätten der letzten Sitzung des Unterausschusses Bergbausicherheit präsentiert werden sollen. Aufgrund der Corona-Krise ist bekanntermaßen die Sitzung ausgefallen, sind aber jetzt übermittelt worden (s. Anhang).

Durch die (einzige) Pilotanlage ist nun nachgewiesen, dass auch große Mengen Grubenwasser gereinigt werden können. Allerdings ist davon auszugehen, dass mit den gängigen Verfahren nur das an Schwebstoff gebundene PCB eliminiert werden kann. So ist eine Reduktion um ca. 50% gelungen.

Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass entgegen den bisherigen Darstellungen ein erheblicher Anteil des PCB offenbar gelöst im Wasser vorliegt.

Das Umweltministerium hat allerdings auch schon betont, dass man immer auch das Verhätlnis von Aufwand zum Erfolg betrachten muss. Mit anderen Worten: Ob wirklich etwas auf Dauer erfolgt, ob also die ungesetzliche Einleitung wirklich beendet wird, hängt davon ab, dass es der RAG nicht zu teuer werden darf.

 

 


[2.3.2020]

Tagebauloch in 300m Entfernung

RWE hat seine Pläne für den geänderten Abbau von Braunkohle veröffentlicht. mehr>>

Das MWIDE mit Minister Pinkwart hat eine genaue Prüfung versprochen: mehr>>

Unter anderem sehen die Pläne vor, dass teilweise bis zu 300m an die Wohnbebauung der Abbau stattfinden soll. Die Abstrusität wird besonders deutlich, wenn man den geplanten Windradabstand von 1500m betrachtet. Wie sich ein Anwohner fühlt, wird in dem Beitrag der RP deutlich: mehr>>

 


[25.2.2020]

Der LVBB hatte Umwewlt- wie Wirtschaftsministerium aufgefordert, ein ausführliches Monitoring des Grubenwasseranstiegs durchzuführen. Das Monitoring soll auch weitgehende Befugnisse bis hin zum Stopp des Anstiegs bei unlösbaren Problemen haben.

Die Ministerien haben die Forderung aufgegriffen und ein "Integrales Monitoringfür den Grubenwasseranstieg in NRW" ins Leben gerufen. Der LVBB ist im dazugehörigen Arbeitskreis vertreten und wird penibel darauf achten, dass die Belange von Umwelt und Menschen genauestens beachtet werden.

Eine Auftaktveranstaltung hat im Januar stattgefunden. Hier hat die BR Arnsberg als Bergbehörde eine erste Konzeptbeschreibung geliefert. Diese Beschreibung ist hier verfügbar.


[15.1.2020]

Durch den Hochleistungsbergbau der RAG ist es in den letzten Jahren des deutschen Steinkohlenbergbaus immer wieder zu bergbau-induzierten Erdbeben gekommen. Mehrere Tausende Erdschläge haben die Menschen in den Bergbaugebieten immer wieder – oft auch in der Nacht – beunruhigt oder aus dem Schlaf gerissen. Dabei ist es auch häufig zu Schäden an den Gebäuden gekommen, die in der Regel auch von der RAG reguliert wurden.

Aufgrund der Initiative des LVBB ist die RAG als Bergbauunternehmer nach jahrelangen Diskussionen und einigen Gerichtsentscheidungen jetzt bereit, für die in den Jahren 2008 bis 2018 von den Bürgerinnen und Bürgern erduldeten Erdbeben eine Entschädigung zu zahlen. In die Verhandlungen über die Modalitäten wollte die RAG den Landesverband nicht einbinden.

Je nach Ortslage werden Beträge von 200€, 400€ oder 800€ als Ausgleich angeboten. Eine Anspruchsstellung ist relativ unbürokratisch über das Internet möglich. Die Webadresse dazu lautet: https://www.rag.de/wohnwertminderung. Hier wird dann auch schnell deutlich, ob dem Einzelnen eine Entschädigung angeboten wird.

Das ist sicher ein Erfolg, allerdings ist der Kreis der Anspruchsberechtigten zu klein gegriffen und wir erwarten von der RAG eine Offenlegung der Kriterien. Viele Bürgerinnen und Bürger gehen jetzt leer aus. Ihnen bleibt vermutlich nur der mühsame Weg einer Klage mit ungewissem Ausgang nach Jahren.

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