LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[11.01.2021]

Bodenbewegungsdienst BeispielZur Ermittlung von Schadensursachen bei Schäden am Haus ist eine erste Datenquelle die mögliche Veränderung der absolutenHöhen der Immobilie. Vor Jahren haben wir deshalb schon angeraten, das Eigentum auf NHN einmessen zu lassen. Die normalen Höhenbolzen geben nur über die relative Veränderung der Punkte und damit über mögliche Schieflagen (-veränderung) Auskunft.

Neben dem geobasis -Server des Landes ist uns jetzt auch die Bodenveränderungsdatei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)  bekannt geworden. Hier kann man schon einmal einen ersten Überblick über Senkungen und Hebungen erhalten. Interessant ist dabei u.a. in welchen Gebieten schon Hebungen durch den Grubenwasseranstieg erfolgt sind.

Hier gehts zum Portal.


[6.1.2021]

Titelseite kleinDas von Prof. Dr. Dr. Kord Ernstson in einer Broschüre leicht verständlich dargestellte Georadar-Verfahren zur Untersuchung des Untergrunds steht jetzt auch online zur Verfügung. Georadar stellt eine kostengünstige Möglichkeit dar, den Untergrund um und unter einer Immobilie auf Einflüsse durch den Bergbau zu untersuchen. Damit werden kostenintensive Verfahren wie Bohrungen oder Rammkernsondierungen überflüssig.

Hier geht es zum Beitrag.


[26.12.2020]

Seit langem ist bekannt, dass die großen (ehemaligen) Kohlekonzerne RAG und RWE im Zusammenspiel mit der Gewerkschaft IGBCE die Politik in NRW (und darüber hinaus) fest in der Hand haben. Schon Kanzler Kohl(e?) litt darunter. Als er vorsichtige Pläne zur Förderdrosselung äußerte, marschierten dann mal eben ein paar Tausend Kumpels nach Bonn, um das schnell zurecht zurücken.

Mit großen Schwierigkeiten ist es dann 2007 mit dem Steinkohlefinanzierungsgesetz gelungen, das Ende des Steinkohlenbergbaus einzuläuten. Die IGBCE wurde großzügig mit Wohnungeigentum abgespeist, die SteinkohlePartei Deutschlands mit dem Ehrenknappen Müntefering bekam ihre Revisionsklausel. (CDU und FDP brauchen sich jetzt nicht entspannt zurücklehnen. Die waren immer dann gegen Kohleabbau, wenn sie nichts zu sagen hatten, s.u.)

Jezt haben wir bzgl. der Braunkohle wieder ein eindrucksvolles Beispiel, inwieweit finanzielle Interessen eines Konzerns das Geschehen diktieren. Dabei muss man im Hinterkopf haben, dass viele Kommunen (und damit deren Politiker) über ihre Aktienpakete natürlich brennend (passt ganz gut!) daran interessiert sind, dass RWE viel Geld verdient - Umwelt egal.


[18.12.2020]

Wie in einem anderen Beitrag dargelegt, nehmen zur Zeit die bergbaubedingten Erderschütterungen zu. Dieses Mal ist sicher der Grubenwasseranstieg Ursache der Erdbeben.

Leider unternimmt die Bergbehörde (BR Arnsberg, Abt. 6) nichts, um selbst oder auf eigenen Auftrag hin, die Erschütterungen zu messen. Besonders kritisch ist das vor dem Hinergrund zu sehen, dass mit der letzten Änderung des Bundesberggesetzes Schäden durch Erschütterungen auch der Bergschadensvermutung nach §120 unterliegen. Dazu muss aber von der Bergbehörde eine "Einwirkungsbereich" festgelegt werden. Bei den Abbauten war das noch einfach, da hat man - fälschlicherweise - die vorgebliche Nullinie als Begrenzung genommen.

Für die Festelgung des Einwirkungsbereiches bei Erschütterungen haben die "Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands" einen Leitfaden herausgegeben.

Darin heißt es unter 3.2.

"Die Bergbehörde muss sicherstellen, dass die Bergbauregion seismisch überwacht wird. Sie muss sicherstellen, dass im Fall eines seismischen Ereignisses relevante Daten, die von Bergbaubetrieben und Fachstellen erfasst werden oder vorliegen (z. B. Wellenformdaten seismischer Stationen oder Meldungen über Schäden an Gebäuden) für die Festlegung des Einwirkungsbereichs zur Verfügung gestellt werden."

Es ist nicht das erste Mal, dass die Bergbehörde ihre Aufgabe nicht erfüllt!

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