LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[26.10.2018]

Die Folgen des Bergbaus - Ewigkeitsschäden, aber auch Bergschäden - beleuchtet ein Beitrag des wdr aus der Reihe "die story".

Vernässungen, Schäden an Häusern und die unsägliche Schieflagenentschädigung, die Züge eines Betruges trägt, werden in dem Beitrag von Marco Rösseler thematisiert.

Eine ganz wilde These vertritt der Wissenschaftler Christian Melchers der von der RAG mit-finanzierten Hochschule Agricola aus Bochum. Der Grundwasseranstieg müsse so gestaltet werden, dass keine dauerhaften Kosten entständen. Notfalls müsste wegen des Ausssetzens der obertägigen Sümpfungsmaßnahmen auch ein Großteil des Ruhrgebiets geflutet werden. Das erwartet er auch schon sehr bald: für Prof. Christian Melchers dauert die "Ewigkeit" nur 25 Jahre. Man solle Denkverbote aufheben und vielleicht wollten dann ja auch gar nicht mehr so viele Leute im Ruhrgebiet wohnen.

zum WDR-Beitrag


[15.10.2018]

Nachdem wir uns beim WDR ob seiner einseitigen Darstellung des Steinkohlenbergbaus beklagt hatten, sind jetzt auch die - durchaus vorhandenen - bergbaukritischen Beiträge leicht über einen Link zu erreichen. Das Verhältnis der Anzahl der Beiträge wird dabei deutlich: sicher ungefähr 9:1. Aber es ist zumindest ein kleiner Erfolg.

"Bergbauseite des WDR" : https://www1.wdr.de/nachrichten/bergbau/index.html

Am 24. 10. wird ein Beitrag aus der Reihe "die Story" ausgestrahlt, zu dem wir Beiträge geliefert haben. Es bleibt abzuwarten, was der Redakteur daraus gemacht hat. Ankündigung des WDR unter https://www1.wdr.de/fernsehen/die-story/sendungen/glueckauf-und-vorbei100.html


[4.10.2018]

Der Wald ist geräumt, die Landesregierung (CDU-Laschet, FDP-Pinkwart) betont die rechtliche - zur Zeit vor dem OVG hinterfragte - Position von RWE. Die SPD (Kutschaty) sieht auch keinen Handlungsbedarf, im Gegenteil, sie sorgt sich in Person von Guido van den Berg über die Rechtsverstöße vor Ort (die kein normaler Mensch verteidigen kann.) Zwei Anfragen machen die Haltung wieder deutlich:

Welche Informationen hat die Polizei zu Bedrohungen gegenüber Zulieferern von Tagebauen durch Extremisten?

Wie sieht die Strafverfolgungs-Bilanz der Baumhaus-Räumungen im Hambacher Forst aus?

Da es neben der rechtlichen Seite eine viel wichtigere politische Seite des Tagebaus gibt, versuchen Die GRÜNEN eine politische Lösung zu finden:

Gesellschaftlichen Konsens zum Kohleausstieg ernst nehmen: Rodungsmoratorium und neue Leitentscheidung jetzt

 


[24. 9. 2018]

Ende 2018 beenden die zwei letzten Steinkohlezechen der RAG in Deutschland mit den Standorten in Bottrop und Ibbenbüren offiziell den Abbau von Steinkohle. Damit müssen nach dem sogenannten „Ausrauben“ der Gruben die Ableitungen der Grubenwässer neu organisiert und genehmigt werden. Gefahren für das Grundwasser durch beispielsweise Salze, Schwermetalle und das Ultragift PCB und Bergschäden durch Geländehebungen sind soweit wie möglich zu reduzieren.Im Saarland wurde für das zu genehmigende Grubenwasserkonzept ein Planfeststellungsverfahren mit einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung und einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingeleitet. Allerdings auch erst nach massiven Interventionen aus der Bevölkerung und Politik. Für die Zechen in Nordrhein Westfalen ist aber sehr zum Unmut vieler Bürgerinitiativen und
Umweltverbände so ein Planfeststellungsverfahren mit einer UVP nicht vorgesehen. Die Politik in den Städten, Gemeinden, Kreisen und im Landtag in NRW hat leider bisher nicht wie die Kollegen im Saarland die BI´s und Umweltverbände deutlich mit entsprechenden Maßnahmen unterstützt.

Die unterschiedliche Vorgehensweise der RAG zwischen dem Saarland und NRW ist nicht hinnehmbar, zumal die gesetzlichen Grundlagen in beiden Bundesländern die selben sind. Daher hat sich jetzt in Ibbenbüren eine neue Grubenwasser - Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des BUND, NABU, LNU, Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land und des Landesverbandes Bergbaubetroffener NRW formiert. Gemeinsam will man seine Kräfte bündeln und massiv für das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger und der Umwelt kämpfen.

Ansprechpartner ist Norbert Westphal von der Bürgerinitiative Bergbaubetroffener im Ibbenbürener Steinkohlenrevier, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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