LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[12.12.2020]

Seit 2018 ist der Steinkohlenbergbau in Deutschland beendet. Die Folgen des Bergbaus werden wir, unsere Enkel, Urenkel ... auf Ewigkeit spüren und bewältigen müssen. Die Kosten für diese Bewältigung sind in drei Gutachten bzw. Verträgen geregelt.


[9.12.2020]

Seit einigen Monaten darf die RAG aus ca. 700m Tiefe gefördertes, stark versalzenes und verunreinigtes Grund (Gruben-)wasser in den Rhein leiten.852

Die Einleitung ist aber nur zulässig, wenn der Rhein genug Wasser hat, genauer wenn der Pegelstand über dem "Mittleren Niederigwasser Stand (MNQ)" ist. Dieser liegt an der Einleitstelle bei 2,38m. RAG behauptet, dass es genug Stauraum untertage gibt, das nicht abzuleitende Wasser zwischen zu spreichern.

Zwischen dem 29. 11. und dem 4. 12. 2020 hat der Rhein während ca. drei Tagen nun zu wenig Wasser gehabt. Die Einleitmenge muss von der RAG der Bergbehörde melden - allerdings nur wöchentlich. Da wird dann so manche Spitze nach unten "ausgebügelt". Ob die Pumpen wirklich in der Zeit still gestanden haben, weiß nur die RAG - und das darf nicht sein!

In dem anstehenden Grubenwassermonitoring werden wir die tägliche Berichtspflicht über die Einleitmengen einfordern.

Die Wasserstände kann man online einsehen. Für Walsum hier >>


[6.12.2020]

Auf ihrer Internetseite hat die Bezirksregierung Arnsberg jetzt den Jahresbericht der Bergbehörde für das Jahr 2019 veröffentlicht.Landesoberbergamt Kaiserviertel Dortmund

Der Bericht steht sicherlich auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Unterausschusses Bergbausicherheit. In diesem Jahr liegt der Bericht zumindest schon einmal so rechtzeiitg vor, dass ggfs. einzelne Themen auch vernünftig vorbereitet werden können. Zuletzt erschien der Bericht auch schon einmal erst am Tage vor der Sitzung!

Hier geht es zur Seite des UA Bergbausicherheit.


[25.11.2020]

Für die Anerkennung als Bergschaden ist die Untersuchung der Oberfläche wie auch der tagesnahen Erdschichten eminent wichtig. Titelseite klein

Neben der o.g. Verbolzung der Gebäude werden zur Untersuchung des Untergrundes häufig Bohrungen oder Rammkernsondierungen eingesetzt, die dann nur punktuelle Aussagen zulassen. Unklar ist dabei immer, ob man mit dem gewählten Punkt der Bohrung die entsprechende Unstetigkeit im Untergrund getroffen hat. Unter Gebäuden sind diese Methoden überhaupt nicht möglich. Eine der mehreren Möglichkeiten, kostengünstig flächendeckend in den Untergrund zu "schauen" ist das „Bodenradar“. Ähnlich wie das Radar zur Ortung von Flugobjekten kann Radarstrahlen in den Untergrund senden und aus den Reflexionen Rückschlüsse auf Bodenschichten oder Unstetigkeiten ziehen.

beispielDer Landesverband konnte den renommierten Wissenschaftler Prof. Dr. Dr. habil. Kord Ernstson gewinnen, das Verfahren für ein breiteres Publikum aufzubereiten. Prof. Ernstson zeigt in einer 40seitigen Broschüre auf, wie mit überschaubaren finanziellen Mitteln (im mittleren vierstelligen Bereich) der Untergrund um eine und sogar unter einer Immobilie soweit untersucht werden kann, ob die bergbauliche Einwirkung auf das Haus so nahe liegend ist, dass eine Anerkennung als Bergschaden vom Bergbauunternehmer kaum noch verwehrt werden kann.

Der Geophysiker und Geologe Kord Ernstson ist außerplanmäßiger Professor an der JuliusMaximilians-Universität Würzburg

Zur Zeit wird die Broschüre auf Anforderung vom LVBB gegen eine freiwillige Spende versandt.

Aktuelle Seite: Startseite Aktuelles