LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[22.9.2017] Es gibt immer noch einige Zeitgenossen, die der Meinung sind, dass die Probleme mit dem Bergbau doch bald zu Ende seien und die Bürgerinitiativen eigentlich bald nichts mehr zu tun hätten.

Leider ist dem nicht so, wie zunehmend Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern aus Gebieten mit Altbergau zeigen. Jetzt ist auch wieder ein aktueller Fall aus dem Altbergbau in der Aachener Zeitung aufgegriffen worden. Vollkommen unaktzeptabel ist einerseits, dass sich keiner mehr für die Folgen der alten Schächte zustänidg fühlt und auch sowieso schon nicht irgendeine Stadtverwaltung für die fehlende Aufklärung seiner möglichen Neubürger die Verantwortung übernehmen will.

Im genannten Fall aus Aachen ging es darum, dass eine eingeplante Erweiterung auf einem Brachland nicht genehmigt wurde, weil unter dem Gelände Altbergbau umgegangen war. Näheres in dem Artikel der Aachener Zeitung.

Bei aller Kritik bleibt anzuerkennen, dass die Bezirksregierung Arnsberg eine eigene Abteilung für Altbergbau eingerichtet hat und jedes Jahr einige Millionen für die Verfüllung von alten Bergbauschächten ausgibt.

Ganz wichtig ist auch ein Blick auf die Website "Gefahrenpotential des Untergrundes" des geologischen Dienstes in NRW, wo man schon einmal grob die Einflüsse auf die Erdoberfläche erkennen kann. Im Bedarfsfalle kann ein (potentieller) Eigentümer auch grundstücksscharf Auskünfte erhalten.

[11.9.2017] Die Vorstandssprecher Klaus Wagner und Ulrich Behrens besuchten die kürzlich zum LVBB beigetretene Bürgerinitiative in Epe (Gronau). Sie konnten sich vor Ort über das Desaster des Ölunfalls von 2014 informieren, bei dem einige Tausend Tonnen Öl aus einer unterirdischen Kavaerne austraten. Wie bekannt hatte die BR Arnsberg als Bergbehörde die Gefahren ignoriert, die sich aus dem Druckabfall im Februar 2014 erschließen ließen. Eine Woche nach der Freigabe des normalen Betriebes kam es dann zu dem unsäglichen Ölaustritt. Der Landwirt S. musste daraufhin seinen Hof aufgeben und wurde umgesiedelt. Ein großes Areal musste von der Öl-verseuchten Erde befreit werden. Trotzdem tritt immer noch  weiter Öl aus.

H. Peerevort, K. Wagner und U. Behrens (von rechts)

Am Abend waren die Vertreter des LVBB Gast auf einer Bürgerversammlung, auf der über die Probleme mit den Bergschäden durch die Öl- und Gaskavernen aufgeklärt wurde. Große Einigkeit herrschte darüber, dass der lokale Unternehmer, die Salzgewinnungsgesellschaft (SGB), endlich die Meinung akzeptieren muss, dass durch seine Tätigkeit Schäden an der Oberfläche entstehen können. Ähnlich wie früher am Niederrhein über Jahrzehnt behauptet wurde, verweigert die SGB schon die theoretische Möglichkeit, dass durch das Absenken der Oberfläche Bergschäden entstehen können.

Thema des Abends war auch die Gründung eines Vereins. Hier fand sich eine breite Zustimmung. Die Aktivisten um Holger Peerevort wollen in naher Zukunft die erforderlichen Schritte dazu einleiten.

[15.9.2017] Die BR Arnsberg, Abteilung 6 Bergbau und Energie in NRW, hat uns jetzt eine Tabelle der (relativ) aktuellen Grubenwasserstände übermittelt. Es wird deutlich, dass das Niveau in vielen Bereichen schon an das projektierte, aber noch nicht endgültig genehmigte, Niveau aus dem Grubenwasserkonzept der RAG heranreicht.

Noch aktueller sind die Informationen im Bürgerinformationsdienst der RAG Zur Handhabung haben wir einen kleine Leitfaden erstellt.

Beide Texte finden Sie in der Anlage.

[15.9.2017] Die Landtagsfraktion der Grünen haben jetzt in einer "Großen Anfrage" eine Reihe von Fragen zum Altbergbau in NRW gestellt. Insbesondere über die Gefährdungen durch Tagesbrüche, steigendes Grubenwasser usw. soll die Landesregierung Auskunft geben. Auf der website von Wibke Brems wird die Intention der Anfrage näher erläutert.

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