LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[28.1.2018]

Nachdem das Gutachten zur untertägigen Müllverbringung keine akute Gefahr für die Oberfläche attestiert hat, hat die Bergbehörde der RAG den Grubenwasseranstieg genehmigt. Entgegen der Darstellung in der Pressemitteilung sind die Gefahren aus dem Untergrund auch weiterhin vorhanden. Es dauert nur so lange, dass die Bürgerinnen und Bürger von heute das nicht mehr erleben werden und die Verursacher nebst Genehmigungsbehörde nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden können. Erst unsere Urenkel usw. werden sich mit den Problemen beschäftigen müssen.

Auch die Darstellung, die RAG hätte freiwillig Pilotanlagen zur PCB-Eliminierung zugestimmt, ist nicht so ganz richtig. Die RAG ist damit nur einer aufsichtlichen Anordnung zuvor gekommen. Das macht sich dann besser und die Behörde braucht sich mit dem Unternehmer nicht auseinanderzusetzen. Wie aoll der Vorstandsvorsitzende Bernd Tönjes einmal gesagt haben: "Wir machen alles, was die Öffentlichkeit will - sie muss es nur bezahlen!" Und das tut der Steuerzahler mit den Subventionen auch noch weitere Jahre.

[28.1.2018]

Seit dem 31. 12. 2015 ist das Bergwerk Auguste Victoria in Marl geschlossen. Der Rückzug aus dem Grubengebäude hat begonnen. Grubenwasser wurde aber noch weiter gefördert - genehmigt bis zum 31. 12. 2017 (!). Danach sollte das Grubenwasser im Rahmen des Gesamtkonzepts unterirdisch nach Fürst Leopold (Dorsten) und von dort über Prosper-Haniel und Lohberg endgültig im Rhein landen. Das sollte zu einer Entlastung der Lippe von allen geförderten Umweltgiften (u.a. PCB) und der enormen Salzfracht führen.

Jetzt hat die RAG beantragt, das Grubenwasser auch weiterhin noch in die Lippe leiten zu können, da ihr Konzept offenbar (noch?) nicht so wie geplant funktioniert. Die Bergbehörde war schnell bemüht, den Wünschen der RAG zu folgen. Der BUND hat allerdings eine fundierte Stellungnahme formuliert, die eine weitere Einleitung ohne ein ordentliches Planfeststellungsverfahren verhindern könnte. In Gesprächen versucht die Bergbehörde, die Sorgen der Umweltschützer zu beseitigen, um die Genehmigung dann schnell durchführen zu können. Gegen einen Bescheid ist allerdings eine Klage möglich!

[28.1.2018]

Am linken Niederrhein kennen wir den Salzbergbau, in Epe (Gronau) wird Salz aus dem Untergrund geholt und wir kennen die Probleme des Unternehmens K+S (Kali und Salz), zu seiner Verantwortung für Bergschäden zu stehen.

Im Kreis Wesel wurde jahrzehntelang behauptet, Salzbergbau könne überhaupt nicht zu Bergschäden führen. Obwohl das inzwischen geklärt ist, verweigert das Unternehmen häufig eine Bergschadensregulierung und scheut eine Schlichtungsstelle für Streitfälle.

In Epe hat es die Bürgerinitiative leider noch nicht geschafft, dass die Möglichkeit von Bergschäden überhaupt aktzeptiert wird.

Der nächste Problemfall ist jetzt aus dem Bereich der Stadt Magdeburg bekannt worden. Die Gemeinde Niegripp wird schon seit langem und auch zukünftig untergraben. Auch hier behauptet K+S, es könne praktisch keine Bergschäden geben. Aus einer Verlautbarung des Unternehmens: "Die Senkungen verlaufen gleichförmig über einen sehr langen Zeitraum und ohne Auswirkungen auf die aufstehenden Gebäude und Infrastruktur". Das ist die gleiche lächerliche Argumentation, wie wir sie schon aus den anderen Bereichen kennen. Näheres bei der Volksstimme.

Wenn man sich auf der Homepage von K+S mal umschaut, sieht man die vielen Standorte des Salzabbaus in Deutschland. Da wird einem ganz mulmig, wo überall Bergschäden nicht reguliert werden.

[18.1.2018]

Probleme des Altbergbaus

Durch die Große Anfrage der GRÜNEN im Landtag und die Antwort (Bergbaufolgen) des MWIMH darauf sind die Probleme des Altbergbaus deutlich geworden. Angesichts der abertausenden von Schächten, Tagesbrüchen und unbekannten Löchern kann nun wirklich kaum einer noch vom Segen der Kohle für das Ruhrgebiet sprechen.

Hier einige Beispiele für spektakuläre Tagesbrüche der jüngeren Vergangenheit:

 

Allgemeine Hinweise zu Gefahren des Unterrgrunds (Tagesbrüche etc, aber auch Erdbeben, Methanausgasung usw.) für das Ruhrgebiet und den Niederrhein hat die BR Arnsberg als BErgbehörde zusammengestellt. Eine kostenlose Variante gibt es unter gdu.nrw.de. Grundstücksscharfe Aussagen gibt es aus Datenschutzgründen nur auf Antrag (kostenpflichtig).

 

Aktuelle Seite: Startseite Aktuelles