LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[18.6.2018]

Heute veröffentlichte die NRW unter der Rubrik "Klartext" einen Leserbrief von Thomas Sander aus Essen, der uns die Veröffentlichung hier gestattet:

"Wenn ich eine wirtschaftliche Betätigung aufnehme und nach einer gewissen Zeit keine Gewinne erziele, stuft das Finanzamt diese Aktivität als „Liebhaberei“ ein. Um nichts anderes hat es sich beim Steinkohlenbergbau gehandelt. Bereits bevor ich 1965 geboren wurde flossen die unsinnigen Subventionen. Wo stände das Ruhrgebiet heute, wenn dieses Geld in die Zukunft investiert und nicht in 800 Meter Tiefe verbuddelt worden wäre? Die Arbeit war anstrengend? Ist es auch wenn ich Fahrrad fahre. Die gute Kameradschaft? Gibt es auch im Fußballverein.

Die gut organisierte Clique der Profiteure sollte zumindest gegen Ende dieses Irrsinns Dankbarkeit gegenüber denjenigen zeigen, die ihre Liebhaberei finanzierten und sich nicht als die Helden der Vergangenheit aufspielen. Dabei ist die Berichterstattung, auch in der NZW, gefordert Dinge klarzustellen statt zu glorifizieren." (Der Kursivtext findet sich nicht in der Zeitung, war aber Bestandteil des Leserbriefes.)

Dem ist nichts hinzuzufügen.

[7.6.2018]

Welche Gefahren auch noch von lange zurückliegendem Bergbau im Ruhrgebiet ausgeht, wurde heute deutlich. In Hamm-Pelkum ist bei einer Bohrung wegen Erdwärme eine Methanblase angestochen worden. Seitdem tritt ein hochexplosives Methan-Wasser-Gemisch mit hohem Druck an die Tagesoberfläche. Anwohner mussten seit dem Mittwochnachmittag ihre Wohnungen räumen und konnten bisher nicht wieder zurück.

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[6.6.2018]

Nach langen Wehen ist jetzt endlich die Kohlekommission zur Konvertierung von der Braunkohle zu neuen Industrien eingesetzt.

Offiziell heißt sie "Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung", was deutlich macht, dass das Hauptproblem des Klimawandels und der CO2 -Reduktion nicht vorrangig gesehen wird. Zumindest ist es gelungen, dass zwei Vertreterinnen aus den Braunkohlegebieten, Antje Grothus (Buirer für Buir) für NRW und Hannelore Wodke (Grüne Zukunft Welzow)  für die Lausitz,  teilnehmen können. Auch der BUND ist vertreten. Es bleibt zu hoffen, dass nicht wieder nur industrielle Interessen  sondern die Erreichung der Klimaziele im Vordergrund stehen.
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[28.5.2018]

Jetzt ist noch einmal in den Fokus geraten, dass der Abgeordnete Hovenjürgen schon im Februar 2017 eine "Kleine Anfrage" zu nicht genau zu spezifizierenden Erdbeben gestellt hat. Die Antwort der Landesregierung war wenig ergiebig, hat sie doch darauf hingewiesen, dass die Bergbehörde noch ermittle. Es bleibt zu fragen, ob mehr als ein Jahr nach dem Ereignis irgendjemand zu Erkenntnissen gekommen ist, vielleicht auch niemand zu weiteren Erkenntnissen kommen wollte!

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