LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[27.8.2017]

Sehr erfolgreich ist die Aktion "Rote-Linie für die Braunkohle" im Revier gestern zu Ende gegangen. Nur wenige Chaoten meinten wieder, ihre Kraftmeierei gegen die Polizei ausleben zu müssen.

Bilder der Aktion vom 26. 8. gibt es hier. Weitere Informationen auch auf den Seiten des NABU.

[27.8.2017]

Eine neue EU-Richtlinie schreibt den Kraftwerken reduzierte Quecksilber (u.a.) - Emmissionen vor. Quecksilber ist bekanntlich hochgiftig. Um diese Grenzwerte einzuhalten, sind kostenträchtige Nachrüstungen erforderlich. Das möchte die Politik (insbesondere hier die Ministerpräsidenten der vier Kohleländer, dabei auch unser Landesvater Armin Laschet) den Braunkohlebetreibern nicht zumuten.

Unter Federführung von Sachsens MP Tillich wurde die Bundesregierung aufgefordert, gegen die EU-Vorgaben Klage einzureichen. Wie auch bei den Grenzwerten für PKW wird die Bundesregierung sicher auch wieder mit dem Totschlagargument "Arbeitsplätze sichern" willfährig den Wünschen von RWE etc. folgen.

Dass es dabei nicht immer so mit der Wahrheit ernst genommen wird, zeigt jetzt der Faktencheck des MDR.

[21.8.2017]

Die Landesregierung hat jetzt die Antwort auf eine kleine Anfrage der grünen Abgeordneten Wibke Brems geliefert.

Darin wird salbungsvoll auf die Rückstellungen von 2,2 Milliarden Euro von RWE hingewiesen, die sicher für die Rekulitvierungsmaßnahmen reichen würden.

Bekanntermaßen verweigert RWE aber der Öffentlichkeit genauere Angaben darüber, wo denn diese Rückstellungen überhaupt sind.Lobenswerterweise hatte die Bergbehörde vor, dem WDR Informationen darüber zu erteilen. Dagegen hat RWE Einspruch eingelegt, der beim Verwaltungsgericht nun verhandelt wird.

Wenn alles doch so vorbildlich geregelt ist, fragt man sich , warum RWE keine Informationen hierüber an die Öffentlichkeit (hier den WDR) weitergeben will. Dass man sich als einziger Braunkohlebetreiber hier im Westen auf Betriebsgeheimnisse bezieht, hat auch schon mal der Steinkohlenbetreiber vergeblich versucht.

[24.8.2017]

Den Bergbaubetroffenen wäre am besten damit geholfen, wenn der Kohleabbau möglichst unmittelbar gestoppt würde. Insbesondere bzgl. der Steinkohle wäre sicher auch ein sofortiger Ausstieg möglich. Jeder Tag Abbau schafft hier neue Hohlräume, die beim Einbrechen an der Oberfläche für weitere Schäden sorgen.

Dass das energetisch auch kein großes Problem darstellt, ist jetzt anhand einer Studie des "era -energy research architecture" Instituts deutlich geworden. In dieser von der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen beauftragten Untersuchung wird u.a. deutlich, wie drastisch die Stromexporte aus Deutschland in den letzten Jahren gestiegen sind. Von 2011 (6,3 TeraWattStunden, das sind 6 300 000 000 000 kWh) hat sich der Export bis 2016 auf 51,3 TWh nahezu verzehnfacht. Da soll nun keiner behaupten, dass die CO2 Schleudern (insbesondere Braunkohle, NRW hat die drei europaweit schmutzigsten Kraftwerke) alle für den "Notfall benötigt werden.

Dazu passt dann auch, dass die neue CDU-FDP-Landesregierung die Errichtung von Windrädern durch einen neuen "Abstandserlass" erschweren will.

So wird Deutschland seine Klimaziele nicht erreichen können und das Gejammere über Trump's Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen wirkt doch sehr befremdlich!

[11.8.2017]

Wie aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Wibke Brems von den GRÜNEN hervorgeht, plant die Landesregierung keine Änderung der bisherigen Haltung des Landes zum Fracking. Keine - nach Bundesrecht zulässigen - Probebohrungen in NRW!

Nach dem Flop in der Windenergie wenigstens hier eine positive Stellungnahme für die Belange der Bevölkerung.

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