LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Schadenersatz wegen Tagebau

[16.3.2017]

Das Cottbuser Landgericht erkennt in einem Urteil den grundsätzlichen Anspruch eines Betroffenen wegen Sümpfungsschäden an. Mehr hier im Beitrag der Lausistzer Rundschau.

 

Untertageverbringung von Sondermüll

[7.3.2017]

Angesichts der Vorstellung des Endberichts (Teil I Bergwerk Haus Aden, Teil II wird sich auf andere Bereiche des Ruhrgebiets beziehen) hat der LVBB gemeinsam mit dem BUND eine Presseerklärung herausgegeben.

IG BCE und ihre alternativen Fakten

[27.02.2017]

Herr Vassialidis (IGBCE-Vorsitzender) macht sich mal wieder Sorgen um die Arbeitsplätze der Vergangenheit. In der WAZ/NRZ lamentiert er über Elektroautos (Arbeitsplätze gehen verloren, also am besten immer weiter Verbrennungsmotoren a la VW-Stinker etc.) und die Energiewende. Letztere habe den Steuerzahler bzw. die Bürgerinnen und Bürger schon mehr gekostet als alle Subventionen (immerhin erwähnt er, dass es Kohlesubventionen seit 60 Jahren gibt) für den Steinkohlenbergbau. (Der Artikel in der WAZ ist leider online nicht abrufbar)

Am Tag danach hat Herr Ulrich Scharfenort aus Duisburg folgenden Leserbrief geschrieben, den wir hier mit seiner Genehmigung veröffentlichen:

Was für eine gewagte Behauptung, dass uns die Ökostromumlage mehr kosten würde, als die Kohlesubventionen. Das nenne ich bewusste Fehlinformation
der Öffentlichkeit. Aber es versteht sich natürlich, dass ein Verband für Bergbau gegen die Energiewende wettert.
Allerdings müssen die Gesamtkosten betrachtet werden. Die Kohlesubventionen verursachen Umweltkosten. Auch heute noch. Da wären u.a. Saurer Regen und Waldschäden, dann Klimawandel mit den Folgen, Flüchtlinge und Kriege, dazu kommt die Vergiftung des Wassers durch Grundwasserhaltung. Mal ganz abgesehen von den Gesundheitskosten.
Da Braunkohle genannt wird kommen auch noch die Flächenverluste hinzu, welche so niemals wieder gewonnen werden.

PCB-Belastung des Grubenwassers

[8.3.2017]

In der heutigen gemeinsamen Sitzung des Umweltausschusses, Wirtschaftsausschusses und des Unterausschusses Bergbausicherheit waren sich die Vertreter von Wirtschaftsministerium (Abteilungsleiter Geßner) und Umweltministerium (Staatssekretär Knitsch) ziemlich einig.

PCB darf in Zukunft nicht mehr in den Grubenwässern verbleiben, damit die Oberflächengewässer nicht weiter vergiftet werden.

Ein Gutachten hatte nachgewiesen, dass die PCB-Fracht mit überschaubarem technischen und finanziellen Aufwand aus den Grubenwässern herausgefiltert werden kann, bevor diese in Lippe, Rhein oder Ibbenbürener Aa eingeleitet werden.

Leichte Unterschiede gab es über den Weg zum Ziel:

Während Staatssekretär Knitsch über eine Anordnung nachdenkt, will das Wirtschaftsministerium möglichst eine einvernehmliche Lösung mit der RAG erreichen - angeblich, weil das schneller zu erreichen sei.

Die RAG äußete sich eher dahingehend, dass das PCB aus dem Grubenwasser spätestens im Rhein nur noch eine untergeordnete Rolle spiele und deshalb doch wohl kein Problem darstelle. Das ist aber falsch: Alles PCB, dessen man habhaft werden kann, muss aus den Gewässern heraus gehalten werden.

Das Problem der hohen Salzfracht, die das Grubenwasser mit sich trägt, bleibt aber noch ungelöst!

PCB im Grubenwasser 3

[1.3.2017]

Das Gutachten zur Möglichkeit der Reinigung des Grubenwassers von PCB liegt seit einiger Zeit vor. Tenor: kein Problem, es kostet nur Geld!

Jetzt wurde im Arbeitskreis zum Gutachten "Müll unter Tage" die Belastung des Grubenwassers bezogen auf Haus Aden (Bergkamen) deutlich. Obwohl die RAG Anderes behauptet, ist auch be einem Grubenwasseranstieg die PCB-Belastung i.w. gleich hoch. Ursache ist, dass im Bereich des Bergwerks in den Nachkriegsjahren sehr oberflächennah (ca. 200m - 300m Tiefe) Kohle abgebaut wurde und durch diese Störung ds Untergrundes sehr viel Oberflächenwasser in das Grubengebäude fließt (ca. 22 Kubikmeter/min). Dieses Wasser durchströmt auf ewige Zeiten die PCB-belasteten Stollen und muss natürlich gefördert werden.

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