LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[7.12.2017]

Bürgerinnen und Bürger: Ihr könnt aufatmen. Eure ehemalige Landesmutti Hannelore Kraft, fällt nicht ins Bergfreie!

Der Bergbauunternehmer RAG hat sich erbarmt und der fast mittellosen und erwerbslosen Hannelore Kraft "Asyl" geboten. Dabei hat RAG  noch nicht einmal auf die Qualifikation der neuen Mitarbeiterin geachtet und sie unabhängig von jeglicher Qualifikation "eingestellt".

Hannelore Kraft wird neues Aufsichtsratsmitglied und löst damit den - auch so qualifizierten - Norbert Römer, den ewigen Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag ab. (Zur Erinnerung: nach dem Wahldebakel wollte die SPD einen Neuaufgang mit neuen Köpfen - und wählt den alten Fraktionsvorsitzenden wieder zum neuen).

Zur Erinnerung: Hannelore Kraft hat als Ministerpräsidentin immer ein offenes Ohr für die Wünsche des Bergbauunternehmers gehabt. Bei ihrem denkwürdigen Auftritt zum Ende des BW West trat sie dann auch im Knappenkostüm auf. Tränen kullerten ihr über die Wangen. Nur für die Bergbaubetroffenen hat sie nie Zeit gehabt. Trotz mehrerer Versuche kam nie ein direktes Gespräch mit dem Landesverband zustande.

Böse Zungen behaupten, RAG bedanke sich mit dem lukrativen Posten im Aufsichtsrat für alte Gefälligkeiten und wolle weiterhin die vertrauensvolle Verbindung in die aktuelle Politik halten. Es ist ja auch nur ein weiterer Baustein nach Schröder, Wissmann, Pofalla, Müller etc., der bei uns Bürgerinnen und Bürgern ein Gefühl der Ohnmacht hinterlässt.

 

[6.12.2017]

Die NRZ hat heute einen Kommentar zur Arbeit der IGBCE für die Braunkohle veröffentlicht:

Die    Gewerkschaft   IGBCE  hat  nach  jahrzehntelangem Widerstand imJahre  2007  dem  Ende   des Steinkohlenbergbaus zugestimmt, vlt. auch nachdem  sie in den Besitz von zigtausenden Wohnungen aus öffentlichem Eigentum kam. Jetzt  wird  bzgl.  des  Braunkohlentagebaus  wieder  das Gespenst des Arbeitsplatzverlustes an die Wand gemalt. Als wenn es angesichts eines globalen  Klimaproblems  um  ein  "paar  Tausend"  Arbeitsplätze gehen könne.  Selbst  die  Bergbau-Optimisten gehen von einem Ende Mitte des Jahrhunderts  aus.  Da  sollten  doch  die  Kumpels  und vorne weg die Gewerkschaft   dafür  kämpfen,  dass  Ersatz-Arbeitsplätze  geschaffen werden.
Förderprogramme  des  Landes  müssen  her,  nicht  ein  Festhalten  an klimaschädlicher  Verbrennung  von Braunkohle! Leider kann man von der Gewerkschaft  einen Blick in die Zukunft nicht erwarten - außer vlt. in die eigene, denn: jeder Arbeitsplatz bei der Kohle weniger ist erstmal auch ein Gewerkschaftsmitglied weniger! Weh dem, der da Böses denkt!
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[5.12.2017]

RWE "baggert" weiter und will sich Wohlverhalten erkaufen!

Wie der WDR heute berichtete, will der "Zweckverband Garzweiler", der sich um die Tagebaufolgen von Garzweiler kümmern soll, eine Vereinbarung mit RWE abschließen. Das klingt zunächst gut. Beim näheren Hinsehen erkennt man aber, dass RWE sich wesentlichen Einfluss auf die Arbeit sichern will, insbesondere soll RWE einen Sitz in dem dann fünfköpfigen Leitungsgremium erhalten. Pressemitteilung dürfen nur nach Absegnung durch RWE veröffentlicht werden.

Bezeichnend ist, dass der Vertrag geheim ist und am Freitag auch in nicht-öffentlicher Sitzung verabschiedet werden soll.

Hier ein paar Auszüge aus der geplanten "Vereinbarung":

"(1) RWE unterstützt den Zweckverband Garzweiler durch Zahlung eines Betrags von 50.000 € (in Worten: fünfzigtausend Euro) pro Vertragsjahr

(2) Des  Weiteren  erbringt  RWE  Sachleistungen,  z.B.  durch  Überlassung  einer Immobilie  zur  Nutzung  als  Geschäftsstelle  und  durch Stellung  eines
Elektroautos  als  Fahrzeug  für  die  Geschäftsstelle...." im Wert von 150 000€.

"Der  Zweckverband  ermöglicht  RWE  die  Teilnahme  an  allen  Veranstaltungen  der  Öffentlichkeitsarbeitund  Pressekonferenzen.  RWE  wird  dazu  im  Vorfeld  von Veranstaltungen  der  Öffentlichkeitsarbeit  und  Pressekonferenzen  in  die  Erstellung von Reden, Präsentationsunterlagen, Pressemitteilungen und anderen Formaten der Öffentlichkeitsarbeit einbezogen."

"Die  Vertragsparteien  verpflichten  sich  einander  zu  partnerschaftlicher Zusammenarbeit, gegenseitigem Respektund Fairness. RWE  ist  verpflichtet,  auf  schutzwürdige  Interessen  des  Zweckverbands, insbesondere- auf dessen  Integrität und  Ansehen sowie  auf Sinn und Prestige der Arbeit  des  Zweckverbandes Rücksicht  zu  nehmen. Die  Parteien  bringen  die partnerschaftliche  Zusammenarbeit  auch  durch  eine  beiderseitig  eng  abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit  für  die  in  der  Präambel  genannten  Aufgaben  und Handlungsschwerpunkte des Zweckverbandes zum Ausdruck."

Der LVBB fordert eine Beteiligung der Betroffenen in den Gremien des Zweckverbandes.

Nachtrag:

Die Bürgerzeitung Mönchengladbach hat auch einen Bericht dazu.

Der WDR berichtet in seiner aktuellen Stunde vom 5. 12. ebenfalls. (ab 18:45 Uhr, auch in der Mediathek, siehe Link, darin nach ca. 17:00 Minuten)

[4.12.2017]

Natürlich muss eine Gewerkschaft um den Erhalt der Arbeitsplätze besorgt sein. Aber das, was wir jetzt wieder erleben, ist der immerwährende Blick in die ach so herrliche Vergangenheit und ein Leugnen der Gegenwart, geschweige denn der Zukunft!

Die Gewerkschaft IGBCE hat nach jahrzehntelangem Widerstand im Jahre 2007 dem Ende des Steinkohlenbergbaus zugestimmt, vlt. auch nachdem sie für 0€ in den Besitz von zigtausenden Wohnungen aus öffentlichem Eigentum kam.

Jetzt  wird  bzgl.  des  Braunkohlentagebaus  wieder  das Gespenst des Arbeitsplatzverlustes an die Wand gemalt. Als wenn es angesichts eines globalen  Klimaproblems um ein "paar Tausend" Arbeitsplätze gehen könne. Selbst die Bergbau-Optimisten gehen von einem Ende Mitte des Jahrhunderts aus. Da sollten doch die Kumpels und vorne weg die Gewerkschaft dafür kämpfen, dass Ersatz-Arbeitsplätze geschaffen werden.

Förderprogramme  des  Landes  müssen  her,  nicht  ein  Festhalten  an klimaschädlicher  Verbrennung  von Braunkohle! Leider kann man von der Gewerkschaft  einen  Blick in die Zukunft nicht erwarten - außer vlt. in die eigene, denn: jeder Arbeitsplatz bei der Kohle weniger ist erstmal auch ein Gewerkschaftsmitglied weniger! Weh dem, der da Böses denkt!

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