LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[10.5.2017]

Es bleibt spannend:

Jetzt sind RAG und Bergbehörde ins Gespräch gekommen. In einer Pressemitteilung teilt die BR Arnsberg mit, dass ein Spitzengespräch zwischen Vorstand der RAG und der Regierungspräsidentin Daniela Ewert statt gefunden hat. Dass das Gespräch "so hoch" angesetzt wurde, zeigt schon die Brisanz. Eigentlich hätte eine "Ordnungsverfügung" der BR gereicht.

 

Weitere Pressemeldungen dazu:

Tests zu PCB in Grubenwasser angeordnet (neues Deutschland)

Umweltministerium ordnet drei PCB-Testanlagen an (rp-online)

RAG soll in Zukunft PCB aus Grubenwasser filtern (WDR)

 

 

 

 


[10.5.2017]

Wie die Ruhrnachrichten am 1. 5. 2017 berichteten, will der Chemiker Jürgen Pfeiffer aus Marl-Hamm gegen die Einleitung von PCB in die Oberflächengewässer Rhein, Ruhr Lippe und Emscher klagen.

Aus unseren Beiträgen zu PCB wissen Sie, dass Umwelt- und Wirtschaftsministerium sich nicht einig sind, wie das PCB aus dem Grubenwasser gefiltert werden soll: per Anordnung (vom derzeitigen Umweltministeriium) oder per freiwilliger Selbstverpflichtung (vom derzeitigen Wirtschaftsminister).

Spannend wird es, ob und wenn ja, wie sich die Meinungen bei Wechsel in den Ministerien ändern werden. Der Einfluss von RAG und IGBCE ist nicht zu unterschätzen. (Zur Erinnerung: der derzeitige Wirtschaftsminister Duin "freute sich" darüber, dass der Konzernvorsitzende Tönjes ihm seinerzeit die Situation der Steinkohle in einem persönlichen Gespräch kurz nach seiner Bestellung zum Minister erläuterte!

Über die Suchfunktion auf unserer website rechts oben mit "PCB" können Sie schnell und übersichtlich alle Beiträge zu PCB einsehen.


[2.3.2017]

Die Gutachtergruppe und Leitung der AHU hat einen Entwurf zum Gutachten über die Müllverbringung unter Tage vorgelegt. Obwohl dieses Gutachten noch nicht endgültig ist - die Teilnehmer können noch Stellungnahmen dazu abgeben -, tagt der UA Bergbausicherheit am 8. 3. zum Thema.

Quintessenz: Obwohl einige Voraussetzungen und Schlussfolgerungen mit Unsicherheiten belastet sind, ist die Gefährdung der Oberfläche durch Giftaustrag über die Grubenwasserförderung gering.


[21.2.2017]

Im Saarland gibt es einen Untersuchunssausschuss zum geplanten Grubenwasseranstieg. Die RAG möchte dort in zwei Schritten das Grubenwasser bis an die Oberfläche ansteigen lasssen um Kosten zu senken.

Jetzt hat der ehemalige Ministerpräsident im Untersuchungsausschuss als Zeuge mitgeteilt, dass bei der Planung des Anstiegs immer klar gewesen sei, dass das Grubenwasser nie bis an die Oberfläche ansteigen dürfe, um nicht das Grundwasser zu gefährden. Dafür wären auch immer Ewigkeitskosten eingeplant gewesen. Die RAG sollte zwar eine Optimierung der Höhe anstreben, keinesfalls durfte aber eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung einkalkuliert werden.

Die Saarbürcker Zeitung hat am 22. 2. berichtet. Leider nicht online abrufbar.

 

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