LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[29.4.2017]

Jetzt liegt sie endlich offiziell vor und tritt am 1. 5. (also praktisch sofort) in Kraft. Mit Schreiben vom 24. 4. hat das MWEIMH jetzt die endgültige Fassung veröffentlicht (siehe Anhang). Am 29.3. ist diese Schlichtungsordnung von den verschiedenen Beteiligten für den Steinkohle- und den Braunkohlebereich identisch verabschiedet worden.

Alte Verfahren können noch nach der alten Ordnung zu Ende geführt werden, in der Braunkohle ist noch eine Übergangsfrist vorhanden, in der die Antragsteller ihren Antrag nach neuer oder alter Ordnung stellen können. Sobald der Braunkohlenausschuss den nur noch formalen Beschluss fasst, ist nur noch die neue Ordnung gültig.

Als Anlage finden Sie auch den aktualisierten Schlichtungsantrag. Wenn Sie Fragen zu dem Verfahren haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

 


[30.4.2017]

In Ergänzung zu unserem Artikel vom 29. 3. 2017 hier ein paar Links auf Pressestimmen dazu:

RP-online im Kreis Heinsberg

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet in seiner Samstagausgabe vom 23. 4. 2017. Leider nicht online abrufbar. Für Miglieder gibt es - nach Anmeldung -  unten einen Download.

[29.3.2017]

Nach langem Ringen unter starker Vermittlungstätigkeit des Unterausschusses Bergbausicherheit ist in dessen heutiger Sitzung die neue Schlichtungsordnung „beschlossen“ worden.

Bergbauunternehmen (RWE, RAG, EBV) und Bergbaubetroffene haben sich auf eine neue Ordnung geeinigt.

Wichtiges Detail: Beide Stellen firmieren jetzt unter dem Namen „Schlichtungsstelle“. Für den Braunkohlenbergbau eine Neuerung, die endlich deutlich macht, dass diese für eine gütliche Einigung im Vergleichsverfahren zuständige Stelle nichts mit den Anrufungsstellen für die Umsiedlung im Tagebaubereich gemein hat. Insgesamt ist der Einfluss des so ungeliebten Braunkohlenausschusses zurück gedrängt worden. So wird er in Zukunft nicht mehr für die Bestellung von Vorsitzendem und Stellvertreter zuständig sein. Dies war in der Vergangenheit ein großer Streitpunkt.

Das eigentliche Schlichtungsverfahren ist dabei für die Antragsteller kostenfrei. Auch zählen Kosten für eine Begutachtung vor der Schlichtung zu den erstattungsfähigen Kosten. Eine Sachverständigenberatung im Rahmen eines Verfahrens geht allerdings in der Regel zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger. Hier waren keine Verbesserungen möglich. Trotzdem sieht der LVBB die Schlichtung als geeignete Möglichkeit für die Bergbaubetroffenen an, um ohne Gerichtsverfahren zumindest einen Teil der durch den Bergbau entstandenen Kosten erstattet zu bekommen. Wichtig auch: während des Verfahrens bleibt die Verjährung ausgesetzt, der normale Rechtsweg bleibt immer offen.

Nicht alle unsere Forderungen konnten in der neuen Schlichtungsordnung umgesetzt werden. Schließlich mussten auch die Bergbauunternehmen zustimmen. So werden auch in Zukunft nur reine Sachschäden Gegenstand eines Verfahrens sein können und auch ein verbindlicher Schlichtungsspruch bleibt eine Zukunftsvision. Die Unternehmen behalten sich – wie es auch den Betroffenen zugestanden wird – eine Zustimmung zum Schlichtungsergebnis vor.

Websites der Schlichtungsstellen:

Steinkohle: www.schlichtungsstelle-bergschaden.de

Braunkohle: www.anrufungsstelle.de (noch unter dem alten Namen)

[29.3.2017]

Nach langem Ringen unter starker Vermittlungstätigkeit des Unterausschusses Bergbausicherheit ist in dessen heutiger Sitzung die neue Schlichtungsordnung „beschlossen“ worden.

Bergbauunternehmen (RWE, RAG, EBV) und Bergbaubetroffene haben sich auf eine neue Ordnung geeinigt.

Wichtiges Detail: Beide Stellen firmieren jetzt unter dem Namen „Schlichtungsstelle“. Für den Braunkohlenbergbau eine Neuerung, die endlich deutlich macht, dass diese für eine gütliche Einigung im Vergleichsverfahren zuständige Stelle nichts mit den Anrufungsstellen für die Umsiedlung im Tagebaubereich gemein hat. Insgesamt ist der Einfluss des so ungeliebten Braunkohlenausschusses zurück gedrängt worden. So wird er in Zukunft nicht mehr für die Bestellung von Vorsitzendem und Stellvertreter zuständig sein. Dies war in der Vergangenheit ein großer Streitpunkt.

Das eigentliche Schlichtungsverfahren ist dabei für die Antragsteller kostenfrei. Auch zählen Kosten für eine Begutachtung vor der Schlichtung zu den erstattungsfähigen Kosten. Eine Sachverständigenberatung im Rahmen eines Verfahrens geht allerdings in der Regel zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger. Hier waren keine Verbesserungen möglich. Trotzdem sieht der LVBB die Schlichtung als geeignete Möglichkeit für die Bergbaubetroffenen an, um ohne Gerichtsverfahren zumindest einen Teil der durch den Bergbau entstandenen Kosten erstattet zu bekommen. Wichtig auch: während des Verfahrens bleibt die Verjährung ausgesetzt, der normale Rechtsweg bleibt immer offen.

Nicht alle unsere Forderungen konnten in der neuen Schlichtungsordnung umgesetzt werden. Schließlich mussten auch die Bergbauunternehmen zustimmen. So werden auch in Zukunft nur reine Sachschäden Gegenstand eines Verfahrens sein können und auch ein verbindlicher Schlichtungsspruch bleibt eine Zukunftsvision. Die Unternehmen behalten sich – wie es auch den Betroffenen zugestanden wird – eine Zustimmung zum Schlichtungsergebnis vor.

Websites der Schlichtungsstellen:

Steinkohle: www.schlichtungsstelle-bergschaden.de

Braunkohle: www.schlichtungsstelle-braunkohle-nrw.de

Aktuelle Seite: Startseite Bergschäden Schlichtungsstellen