LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

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Kapitel 5 Ein enger Zusammenhang beim Bodenradar

Wie tief kann ich mit Bodenradar-Messungen schauen, und was kann ich mit der Methode an Strukturen und Objekten auflösen?

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Abb. 5. Zur Untersuchungstiefe von Bodenradar-Messungen. Die Untersuchungstiefe hängt merklich einmal von der Frequenz der Radarantenne, zum anderen von der elektrischen Leitfähigkeit der Untergrundschichten ab. Günstige Verhältnisse bieten tonarme, trockene Gesteine mit hohen elektrischen Widerständen, eher ungünstige Verhältnisse tonige, bindige Schichten mit hoher elektrischer Leitfähigkeit. Das liegt daran, dass die Energie der Radarsignale beim Durchlaufen der Schichten mehr oder weniger stark geschwächt wird, was bei elektrisch gut leitenden Schichten sehr viel stärker ausgeprägt ist. Eine allgemeine Gesetzmäßigkeit für reale Böden und Gesteine gibt es nicht, und Probemessungen helfen in der Regel rasch weiter. Ein wichtiger Punkt bei den Radar-Messungen und der Untersuchungstiefe wird sehr häufig vergessen: Die Datenverarbeitung nach der Messung bringt bei einem gewieften, erfahrenen Radar-Spezialisten in der Regel gute Informationen aus weitaus größeren Tiefen als bei unerfahrenen Anwendern.

 

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