LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Einwirkungsbereich bei Erdbeben

[18.12.2020]

Wie in einem anderen Beitrag dargelegt, nehmen zur Zeit die bergbaubedingten Erderschütterungen zu. Dieses Mal ist sicher der Grubenwasseranstieg Ursache der Erdbeben.

Leider unternimmt die Bergbehörde (BR Arnsberg, Abt. 6) nichts, um selbst oder auf eigenen Auftrag hin, die Erschütterungen zu messen. Besonders kritisch ist das vor dem Hinergrund zu sehen, dass mit der letzten Änderung des Bundesberggesetzes Schäden durch Erschütterungen auch der Bergschadensvermutung nach §120 unterliegen. Dazu muss aber von der Bergbehörde eine "Einwirkungsbereich" festgelegt werden. Bei den Abbauten war das noch einfach, da hat man - fälschlicherweise - die vorgebliche Nullinie als Begrenzung genommen.

Für die Festelgung des Einwirkungsbereiches bei Erschütterungen haben die "Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands" einen Leitfaden herausgegeben.

Darin heißt es unter 3.2.

"Die Bergbehörde muss sicherstellen, dass die Bergbauregion seismisch überwacht wird. Sie muss sicherstellen, dass im Fall eines seismischen Ereignisses relevante Daten, die von Bergbaubetrieben und Fachstellen erfasst werden oder vorliegen (z. B. Wellenformdaten seismischer Stationen oder Meldungen über Schäden an Gebäuden) für die Festlegung des Einwirkungsbereichs zur Verfügung gestellt werden."

Es ist nicht das erste Mal, dass die Bergbehörde ihre Aufgabe nicht erfüllt!

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