LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Tagebauböschungen

[12.12.2020]

Der Braunkohlentagebau hinterlässt riesige Seen, die keine natürliche Ufer haben. Vielmehr ist die Böschungsneigung in der Regel so groß, dass immer eine latente Gefahr des Abbruchs bleibt. Die Abbrutschung von mehreren Häusern am 18.7.2009 in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt, die mit dem Tode einiger Bewohner verbunden war, ist vielen noch in böser Erinnerung.

Im Nachgang zu diesen Todesfällen hat die Bergbehörde das Thema entdeckt und begleitet seitdem die Problematik mit einem Arbeitskreis. Im jüngsten Jahresbericht der Bergbehörde wird die Aarbeit kurz dargestellt. Auf der website der BR Arnsberg finden sich viele Fachartikel dazu.

Die Situation der Tagebauböschungen hat auch zur Folge, dass in der Nähe der ehemaligen Tagebau auch auf ewig Grundwasser abgepumpt werden muss, damit die Wasserspiegelhöhe stets höher als der umliegende Grundwasserspiegel ist. Andernfalls würde - wie es eigentlich in der Natur bei jedem See so ist - ein Grundwassserestrom aus dem Umland (aus der Böschung!) zum See hin erfolgen. Dadurch wäre dann die Standsicherheit der viel zu steilen Böschung nicht gewährleistet. Würde dei Böschungsneigung durch Anschüttung von Abraum verringert, würde das auch nicht helfen, da das Gelände dann nicht die natürlich gewachsene Festigkeit hätte. Also: Ewig Pumpen!

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