LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Landesdelegiertenversammlung in Haltern

[12.5.2019]

BLU richtet die Landesdelegiertenversammlung des LVBB in Lippramsdorf aus

Auf Einladung seines Mitglieds BLU führte der LVBB die Landesdelegiertenversammlung 2019 am 11.Mai 2019 in Haltern am See, im Heimathaus in Lippramsdorf durch.

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Die Delegierten und Besucher erhielten vor der Versammlung die Gelegenheit, bei einer Begehung der Baustelle des Neubaus des Lippedeiches HaLiMa die unübersehbaren Folgen der Bergsenkungen zu erahnen und dabei die finanziellen und technischen  Aufwendungen einzuschätzen, die erforderlich sind, um den Lippedeich standsicher zu machen, um das Hinterland vor Überflutungen dauerhaft zu schützen. Die sachkundige Führung am Lippedeich übernahm der Projektleiter der Baumaßnahme, Herr Dipl.-Ing. Gerhard Fromanowicz, von Lippeverband.

Die anschließende Landesdelegiertenversammlung des LVBB wurde eingeleitet durch Grußworte der Bürgermeister der Städte Haltern am See, Herrn Bodo Klimpel und Marl, Herrn Werner Arndt. Die RAG war durch die Herren  Dr. Michael Drobniewski, Betriebsdirektor Bereich Grubenwasserhaltung  und Direktor Stefan Hager, Servicebereich Standort- und Geodienste vertreten. Herr Drobniewski erläuterte in einem Vortrag  das Grubenwasserkonzept der RAG mit der Schlussfolgerung, dass durch den beabsichtigten/den geplanten Anstieg der Grubenwasserhorizonte keine Gefahr für das Trinkwasser bestünde. Herr Hager referierte über das Schadenspotenzial von Hebungen durch Grubenwasseranstieg. In seinen Ausführungen wurde eine signifikante Beschädigung von Wohngebäuden und an der Infrastruktur nahezu ausgeschlossen. Die Vertreter der RAG stellten sich in der Diskussionsrunde weiteren Fragen der Anwesenden im Zusammenhang mit den Folgen des Bergbaus, der bekannten und der möglichen Belastung der Grubenwässer mit Schadstoffen und anderen.

Die Anwesenden folgten den Inhalten und Schlussfolgerungen der Ausführungen nicht in allen Punkten. Insbesondere die Sorgen um eine zukünftige Belastung der Grundwasser führenden Schichten mit Schadstoffen aus dem Grubenwasser konnten nicht ausgeräumt werden. Die Vertreter  der BLU vereinbarten deshalb am Ende der Veranstaltung mit Herrn Hager die Fortführung des Meinungsaustausches zur Klärung weiterhin offener Fragen.

Im Verlauf der Fortführung der Landesdelegiertenversammlung wurden der Vorstand und die Kassenprüfer einstimmig entlastet und bestätigt. Die Aufgaben des LVBB konzentrieren sich in Zukunft im Bereich Steinkohle auf die Wasserhaltung und Ewigkeitskosten, im Bereich Braunkohle auf den Versuch der Gleichbehandlung der Geschädigten, ähnlich der im Steinkohlesektor und im Bereich Salzbergbau um eine Angleichung der Forderungen an gegebene Standards der Kohlesektion.

Am Ende der Gesamtveranstaltung wurde bei einem gemütlichen Zusammensein auf die Gründung der Bürgerinitiative BLU vor über 10 Jahren hingewiesen und deren Mitarbeit im Landesverband gewürdigt.

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