LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

 

Bergschäden - Geophysik - Bodenradar

Zusammenfassende Einführung

Bergschäden sind ein technisch induziertes Problem, das sich zunächst im geologischen Untergrund abspielt, der wiederum auf technische Konstrukte, sprich Gebäude, Straßen, Brücken usw. "ausstrahlt". Auch bei anderen geologischen, rein natürlich ablaufenden Prozessen kommt es zu solchen Schäden, wobei tektonische Verwerfungen und Verkarstung vor allem zu nennen sind. Weit verbreitet und von Ingenieurbüros in der Regel praktiziert, werden durch den geologischen Untergrund induzierte Schäden allein mit Rammsondierungen, Rammkernsondierungen, Schürfen oder Bohrungen untersucht. Das entspricht in den meisten Fällen schon lange nicht mehr dem gegenwärtigen Stand von Wissenschaft und Technik, der die vielfältigen geophysikalischen Verfahren mit zerstörungsfreier, kontinuierlicher und bei geeigneten Verfahren hochauflösender und dabei kostengünstiger Methodik der Untergrunderkundung in der Regel als unverzichtbar hält. Dabei können in der Folge und von der Geophysik als optimal vorgezeichnete Orte, die nicht wie bei Bohrungen auf nicht erkannten geologischen Singularitäten stehen, auch die direkten Bohraufschlüsse sinnvoll, aber durchaus nicht immer mehr nötig sein. In dieser Broschüre wird dieses Thema mit einem Schwerpunkt beim Bodenradar abgehandelt, das sich mit hochleistungsfähigen Geräten und Auswerteverfahren gerade bei den Untersuchungstiefen von Bergschäden zu einem beinahe unverzichtbaren Verfahren geworden ist, das mittlerweile auch dabei ist, der Seismik den Rang bezüglich Aussagekraft, instrumentellem Aufwand und Kosten abzulaufen. Hier wird dennoch auch die Seismik nicht ausgeklammert, aber auch von den vielen weiteren geophysikalischen Verfahren die geoelektrischen Verfahren angesprochen, die gerade in vielen Fällen mit hydrogeologischen und hydraulischen Aspekten in der Kombination mit dem Bodenradar beste Ergebnisse erzielen. Als ein weiterer Schwerpunkt der Ausführungen wird das Digitale Geländemodell abgehandelt, das zusammen mit dem Bodenradar, aber in vielen Fällen auch vorbereitend derart unschätzbare Informationen über den Baugrund liefern kann, dass es immer noch unbegreiflich ist, dass es bei den meisten Büros entweder gar nicht bekannt ist oder allenfalls bekannt aber praktisch nie zur Anwendung kommt.

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