LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[21.11.2016]

Wie hier auch schon berichtet wurde, wird zur Zeit ein Gutachten erstellt, dass die Probleme mit PCB und dem im letzten Jahrhundert im Untergrund verbuddelten Sondermüll erstellt. Da sollte man meinen, dass der Grubenwasseranstieg verhindert wird, bis die Ergebnisse des Gutachtens fest stehen. Davon geht auch das Umweltministerium wie selbstverständlich aus. Jedoch hat man da die Rechnung ohne die RAG-hörige Bergbehörde gemacht.

Es ist wieder die normale Vernebelungstaktik von Wirtschaftsministerium und Bergbehörde im Gange.
Vollmundig wird ein Erlass von Minister Duin zitiert und erklärt, es würden keine Grubenwasseranstiege genehmigt, und alle applaudieren ob der Sorgfaltspflicht der Behörden.
Wahr ist aber, dass (fast) alle Grubenwasseranstiege quer durch das Revier längst genehmigt worden sind. Das Grubenwasser steigt (bis auf Bergkamen) in allen aufgegebenen Bergwerken an - egal was für Probleme daraus entstehen könnten. Und das äufwändige Gutachten, was zur Zeit erstellt wird, kommt dann vielleicht einfach zu spät, um noch etwas zu bewirken!
So funktioniert Bergbaupolitik im Kohleland NRW!!

[22.6.2016] Die Bundesregierung plant ein neues Fracking-Gesetz. Danach soll Fracking bei der sogenannten unkonventionellen Gasförderung grundsätzlich verboten sein, aber es bleiben einige Ausnahmen. Vier Probe-Fracks könnten beispielsweise erlaubt sein, wenn das betroffene Bundesland zustimmt.

2021 soll das Fracking wieder auf die Agenda gesetzt werden.

Beitrag in der WAZ

Beitrag im Spiegel

Grüne im Bundestag

 

[15.6.2016] Das ganze Desaster und der dilettantische Umgang durch die Bergbehörde mit der PCB-Problematik wird noch einmal deutlich in einem Artikel in der WAZ von heute.

Wahrscheinlich sind sogar 15000 t PCB im Untergrund "verbuddelt". Täglich wird ein Teil durch das geförderte Grubenwasser nach oben gebracht und verseucht damit widerrechtlich unsere Gewässer.

[22.6.2016] Der Zwischenbericht des Gutachterteams ist mit einer Reihe von Stellungnahmen abrufbar. Eindeutiges Zwischenergebnis ist, dass der Müll nicht auf alle Ewigkeit da unten bleiben wird, da mit dem Grubenwasser auf - lange - Dauer Giftstoffe nach oben gefördert werden.

[4.6.2016]Auch im Rat der Stadt Neukrichen Vluyn wird über das Gift im Untergrund heftig diskutiert. In einem Presseartikel weist die Fraktion "NV Auf geht's" auf einen offenen Brief an Umweltminister Remmel hin!

Bekanntlich werden die Gefahren aus dem Untergrund in einem Gutachten untersucht. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Untergrund nicht so schön verschlossen ist, wie uns die Protagonisten von damals uns das weismachen wollten (und tw. immer noch wollen!)

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