LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

BW West: Abbruch der Betriebsanlagen

[24.1.2017]

Die Abrissbagger sind dort tätig, wo jahrzehntelang Kohle an die Tagesoberfläche gebracht wurde und damit mit Steuergeldern ungeheure Schäden in den Wohngebieten über den Abbaugebieten in Kamp-Lintfort, Rheinberg, Moers und Nachbarorten verursacht wurden.

Die Bürgerinnen und Bürger- soweit sie nicht beim Bergbau beschäftigt waren - hätten es sich sicher schon eher gewünscht. Aber durch die Aktivitäten der örtlichen Bürgerinitative konnte zumindest ein vorzeitiges Ende des Steinkohlenbergbaus am linken Niederrhein erreicht werden.

Die Schäden werden aber nicht aufhören. Noch immer treten Beschädigungen durch den Abbau auf und die nächsten Schäden durch den Grubenwasseranstieg und die damit verbundenen Höhenänderungen an der Oberfläche kündigen sich schon an.

Die Stadt Kamp-Lintfort hat lange von den Geldern des Bergbaus profitiert, dass sie aber jetzt das "Riesenkukucksei" der Müllentsorgung des Bergwerks direkt in ihrer Stadtmitte beschert bekommen, ist unakzeptabel. Das sogenannte (schönfärberisch) "Sicherungsbauwerk" von 750m Länge und 50m Breite wird mit einer Höhe von bis zu 10m als ewige, hochgiftig verseuchte Mülldeponie mitten in der Stadt verbleiben. Aber keine Aufregung: das Bauwerk wird als schön gestaltete Erhöhung in die Landesgartenschau integriert und sicher zur Freude der Menschen dienen können. Die sehen ja schließlich auch nicht, dass die Müllhalde auf Ewigkeit das Grundwasser verseuchen wird, das dann aufwändig gereinigt werden muss.

Bericht in der NRZ

Bericht in der RP

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