LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Salzbergbau 2.

In der WAZ vom 27. 1. rühmen sich die beiden Salzbergbauunternehmen ihrer tollen Regulierungspraxis. "Im Zweifel für den Bürger" heiißt es da.

Dazu meinen wir:

Wer bestimmt den Zweifel?

Da  wehren  sich die Salzbergbaubetreiber „mit Händen und Füßen“ gegen eine   Schlichtungsstelle.   Im  Zweifel  werde  man  für  den  Bürger entscheiden,  wird  vollmundig  erklärt. Doch wer bestimmt, ob Zweifel bestehen? Diese Frage möchte man nicht so gerne einer neutralen Stelle überlassen,   sondern   doch  lieber  selbst  darüber  bestimmen.  Die Bürgerinnen  und  Bürger  stehen  dann nur wie dumm da, Schäden an den Häusern seien nicht durch den Bergbau sondern durch schlechte Bauweise bedingt – obwohl die Häuser seit Jahren keine Probleme aufwiesen.    

99,5%   aller  600  Fälle  seien  einvernehmlich  reguliert  worden  – natürlich  nach  Bedingungen, die der Unternehmer diktiert hat und der Bürger  anzunehmen  hatte,  es  sei  denn,  er  wollte  sich auf einen ungewissen,  jahrzehntelangen  Klageweg  durch mehrere Instanzen gegen einen übermächtigen Gegner machen. Umgekehrt zeigen die   Zahlen, dass offenbar nur 0,5%, d.h. nur drei Fälle strittig waren – und da weigert sich  die  cavity  ernsthaft,  sich  einem  neutralen Schiedsspruch zu unterwerfen? Das ist mehr als lächerlich.

     
Es  wird  immer viel über den Steinkohleunternehmer RAG geschimpft. In dieser  Hinsicht  ist  er aber klüger und akzeptiert bei einem ähnlich geringen  Prozentsatz  der  gesamten  Schadensfälle dennoch in ca. 100 Verfahren  auch  einen  Schlichterspruch  –  und  das  trägt  viel zur Befriedung in der Bergschadensregulierung bei. Schade, dass sich solch eine Sicht nicht bei der cavity durchsetzen will!   

Aktuelle Seite: Startseite SGB-Rheinberg Salzbergbau 2.