LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[27.8.2017]

Eine neue EU-Richtlinie schreibt den Kraftwerken reduzierte Quecksilber (u.a.) - Emmissionen vor. Quecksilber ist bekanntlich hochgiftig. Um diese Grenzwerte einzuhalten, sind kostenträchtige Nachrüstungen erforderlich. Das möchte die Politik (insbesondere hier die Ministerpräsidenten der vier Kohleländer, dabei auch unser Landesvater Armin Laschet) den Braunkohlebetreibern nicht zumuten.

Unter Federführung von Sachsens MP Tillich wurde die Bundesregierung aufgefordert, gegen die EU-Vorgaben Klage einzureichen. Wie auch bei den Grenzwerten für PKW wird die Bundesregierung sicher auch wieder mit dem Totschlagargument "Arbeitsplätze sichern" willfährig den Wünschen von RWE etc. folgen.

Dass es dabei nicht immer so mit der Wahrheit ernst genommen wird, zeigt jetzt der Faktencheck des MDR.

[21.8.2017]

Die Landesregierung hat jetzt die Antwort auf eine kleine Anfrage der grünen Abgeordneten Wibke Brems geliefert.

Darin wird salbungsvoll auf die Rückstellungen von 2,2 Milliarden Euro von RWE hingewiesen, die sicher für die Rekulitvierungsmaßnahmen reichen würden.

Bekanntermaßen verweigert RWE aber der Öffentlichkeit genauere Angaben darüber, wo denn diese Rückstellungen überhaupt sind.Lobenswerterweise hatte die Bergbehörde vor, dem WDR Informationen darüber zu erteilen. Dagegen hat RWE Einspruch eingelegt, der beim Verwaltungsgericht nun verhandelt wird.

Wenn alles doch so vorbildlich geregelt ist, fragt man sich , warum RWE keine Informationen hierüber an die Öffentlichkeit (hier den WDR) weitergeben will. Dass man sich als einziger Braunkohlebetreiber hier im Westen auf Betriebsgeheimnisse bezieht, hat auch schon mal der Steinkohlenbetreiber vergeblich versucht.

[20.7.2017]

Dass sich Braunkohleverbrennung und Klimaschutz nicht vertragen, ist keine neue Erkenntnis.

Jetzt weist die Klima-Allianz aber auch darauf hin, dass eine Erweiterung der Tagebaue (im Osten der Republik) vollkommen kontraproduktiv ist. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber weiß das die Politik??

[2.6.2017]

Wer aktuell hören möchte, welche Probleme die Braunkohleförderung hinterlässt, kann sich hier in einem Audioartikel der ARD informieren. Grundwasseranstieg mit Gefährdung der Fundamente von Hochhäusern, Verockerung ... sind nur einige der Begriffe, die einen normalen Bürger schaudern lassen. Und wer bezahlt: die öffentliche Hand!! In den östlichen Bundesländern gibt es gar keinen mehr, der für die Schäden aufkommt. Der Verkauf eines Tagebaus durch Vattenfall an einen tschechischen Investor ist auch nicht besonders vertrauenserweckend!

Da muss man in NRW gehörig aufpassen, dass nicht auch hier der Bergbaubetreiber sich rechtzeitig aus dem Staub macht. Die Aufteilung von RWE in Alt-Energie und Neu-Energie muss ja schließlich einen Grund haben!

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