LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Folgende Kosten können u. U. Gegenstand eines Schlichtungsverfahrens sein:

    1. Bergschäden
      • Risse in Wänden, Böden, Bodenplatte der Kellersohle, Fliesen u.a.
      • Ablösung von Fliesen
      • Aufwölbungen und Muldenbildungen gepflasterter Flächen
    2. Vernässungen im Keller (u.a.)
    3. Schieflagen
      • Entschädigungen (sog. technischer Minderwert)
      • Funktionsstörungen (können unabhängig von der Schieflagenentschädigung geltend gemacht werden; z.B. Küche mit ca. 2.500,00 € bzw. nach Kostenvoranschlag, Fenster, Türen, Böden etc.)
    4. Kanalisationsschäden (ggfs. Kamerabefahrung und deren Auswertung)
    5. Minderwerte (merkantiler Minderwert?)
    6. Verfahrenskosten vor der Anrufung der Schlichtung
      • Rechtsanwalt
      • Sachverständige 
    7. Entschädigung für Arbeiten im Umfeld der Schadensbeseitigungo 
      • Reinigung
      • Räumen von Möbeln (Abrechnung erfolgt i.d.R. nach Stunden und zu verhandelndem Stundensatz; i.d.R. zwischen 10,00 € und 15,00 €)


Vorsicht:

Vom Antragsteller bestellte Gutachten gelten als Parteigutachten und werden ggfs. nur bedingt verwertet.

Beistand im Schlichtungsverfahren ist möglich (teilweise auch sehr empfehlenswert), Kosten dafür werden aber nicht erstattet.

 

Bekanntlich beklagt der LVBB die Bestellung des neuen Vorsitzenden der Anrufungsstelle. (s. anderen Beitrag auf dieser Website).

Jetzt hat der Abgeordnete der Links-Fraktion Hanns-Jörg Rohwedder eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, ob die Betroffenen angesichts der Klage ihre Anträge zurückziehen sollten oder zumindest das Verfahen ruhen lassen sollten.

Das Ministerium antwortet, dass Schlichtung immer eine freiwillige Angelegenheit sei und deshalb jeder sich so entscheiden sollte, wie er es selbst für richtig erachtet.

Lesen Sie hier in der Anlage die Originale von Anfrage und Antwort.

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[21. 3. 2016]
Der LVBB hat Klage erhoben gegen die Bestellung des neuen Vorsitzenden der Anrufungsstelle. Ergänzend möchten wir feststellen lassen, dass der Braunkohlenausschuss (BKA) nicht für eine Schlcihtungsstelle zur Bearbeitung von Bergschadensfragen zuständig ist. Nach dem Landesplanungsgesetz ist der BKA für Planung von Braunkohlegewinnung zuständig, nicht für die Abwicklung von Bergschäden.

Aus der Klageschrift:

"und beantragen

  1. die Bestellung des Herrn Oberstaatsanwalt a.D. Robert Deller zum Vorsitzenden der Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle NRW für die Wahlzeit 2015 bis 2020 durch den Beklagten am 22. Juni 2015 aufzuheben;
  2.  hilfsweise festzustellen, dass vor der Ernennung des Herrn Oberstaatsanwalt a.D. Robert Deller zum Vorsitzenden der Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle NRW für die Wahlzeit 2015 bis 2020 die erforderliche Benehmensherstellung nicht durchgeführt worden ist und auch nicht nachgeholt werden konnte und daher die durch den Beklagten am 22. Juni 2015 erfolgte Ernennung rechtswidrig war;
  3. festzustellen, dass die Einführung eines Regionalprinzips als maßgebliches Kriterium (hier „Wohnsitz im Revier“) für die Besetzung der Position des Vorsitzenden der Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle NRW durch den Beklagten, ohne Änderung der Geschäftsordnung, rechtswidrig war;
  4. hilfsweise festzustellen, dass der Beklagte bei der Einrichtung der Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle NRW seine Zuständigkeitskompetenzen überschritten hat."

Zur außergerichtlichen Einigung in strittigen Bergschadensfragen gibt es zwei Schlichtungsstellen in NRW

An diese Stellen können sich Bürgerinnen und Bürger wenden, die mit dem Bergbauunternehmen keine Einigung über ihre Bergschäden erzielen.

Das Verfahren ist kostenlos, notwendige Sachverständigengutachten werden von den Schlcihtungsstellen in Auftrag gegeben und auch bezahlt. Es wird empfohlen, sich vor dem Verfahren mit einer der örtlichen Bürgerinitiativen in Verbindung zu setzen, um Informationen zu erhalten.

Als Beisitzer empfehlen wir ausdrücklich Beisitzer aus dem Landesverband und den angeschlossenen Bürgerinitiativen.

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