LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[27.8.2017]

Dass die Öffentlichkeit gerne von angeblich neutralen wissenschaftlichen Studien im Auftrag der Industrie getäuscht werden soll, ist schon länger bekannt.

Ein neues (altes) Beispiel liefert jetzt eine Analyse der Havard University von Artikeln aus den 90er Jahren zum Klimawandel. Weiteres auf den Seiten des Spiegel vom 24. 8.


[18.7.2017]

Der WDR hat bei der BR Arnsberg Antrag auf Akteneinsicht gestellt. Er möchte die Unterlagen der Bergbehörde zu den Ewigkeitslasten der Braunkohle einsehen. Die BR hat keine Bedenken (!!), die Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Allerdings macht jetzt RWE Betriebsgeheimnisse geltend und möchte eine Veröffentlichung der - sicher nicht durch Rückstellung gedeckten - Folgekosten der Braunkohlengewinnung auf dem Klageweg verhindern.

Lesen Sie hier den Beitrag auf der Website des WDR.

Hier eine zusammenfassende Darstellung des BUND.

[20.7.2017]

Nachtrag: Gerade hat die Abgeordnete Wibke Brems eine Anfrage an die Landesregierung bzgl. der Ewigkeitskosten gestellt. Aus der Opposition heraus ist manches möglich, was man vorher als Regierungspartei abgelehnt hat.


[30.5.2017]

Wie die RAG-Stiftung in einer Pressemitteilung bekannt gab, liefen die Geschäfte im letzten Jahr sehr gut. 393 Millionen Gewinn konnten in den Fonds der Ewigkeitslasten eingezahlt werden. Die Vermögenssumme von 17 Milliarden klingt gut, die Rückstellungen in Höhe von 4,8 Milliarden Euro sind dauerhaft sicher zu wenig.

Zu den bisher bekannten laufenden Ewigkeitskosten von etwa 220 Millionen Euro, die ab 2019 fällig werden, kommen allerdings die im Moment überhaupt noch nicht kalkulierbaren Kosten für die Reinigung des Grubenwassers von PCB hinzu.


[10.5.2017]

In der heutigen Ausgabe der NRZ/WAZ wurde folgender Leserbrief in der Spalte Klartext (auszugsweise) veröffentlicht. Wegen der weitergehenden Inhalte geben wir hier den Inhalt des Leserbriefs mit Erlaubnis des Erstellers komplett wieder:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der NRZ-Ausgabe vom Samstag, den 6. Mai berichten Sie über PCB aus Zechen. Der Grüne Umweltminister, Herr Remmel, fordert in einem Erlass Pilotversuche zur Entfernung des PCB aus dem Grubenwasser, das durch Öle und Hydraulikflüssigkeiten in großen Mengen unter Tage verblieben ist und sich als eine der gefährlichsten Altlasten des Kohlebergbaus für unser lebenswichtiges Grundwasser darstellt.
 Dabei hat er dem Landesoberbergamt/Bezirksregierung Arnsberg eine Reihenfolge vorgegeben: Ibbenbüren und später Haus Aden. Völlig unerwähnt bleibt jedoch das ehemalige Bergwerk Lohberg in Dinslaken. Aber genau dort plant die RAG, zukünftig 60 Millionen m³ Grubenwasser zu fördern und direkt in den Rhein abzuleiten. Als die RAG, politisch motiviert, maximale Förderkapazitäten realisierte, da wurden im Ruhrgebiet insgesamt rd. 90 Millionen m³ Grubenwasser gefördert. Das heißt: Etwa 2/3 dieser Maximalmengen sollen zukünftig (für immer und ewig?) auf Lohberg gefördert werden. Diese Wässer sind nicht nur PCB-belastet, sondern auch viel zu warm, um unbehandelt und ungekühlt in den Rhein entsorgt zu werden. Hier sollte sich Herr Remmel vordringlich kümmern und dafür sorgen, das diese Altlasten für die dort lebenden Bürger ohne zusätzliche Belästigungen durch Anwohnerfeindlich geplante Aufbereitungs- und Rückkühlanlagen beseitigt werden.

Dr. Heinrich Peters, Hünxe-Bruckhausen

 

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