LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[8.3.2017]

In der heutigen gemeinsamen Sitzung des Umweltausschusses, Wirtschaftsausschusses und des Unterausschusses Bergbausicherheit waren sich die Vertreter von Wirtschaftsministerium (Abteilungsleiter Geßner) und Umweltministerium (Staatssekretär Knitsch) ziemlich einig.

PCB darf in Zukunft nicht mehr in den Grubenwässern verbleiben, damit die Oberflächengewässer nicht weiter vergiftet werden.

Ein Gutachten hatte nachgewiesen, dass die PCB-Fracht mit überschaubarem technischen und finanziellen Aufwand aus den Grubenwässern herausgefiltert werden kann, bevor diese in Lippe, Rhein oder Ibbenbürener Aa eingeleitet werden.

Leichte Unterschiede gab es über den Weg zum Ziel:

Während Staatssekretär Knitsch über eine Anordnung nachdenkt, will das Wirtschaftsministerium möglichst eine einvernehmliche Lösung mit der RAG erreichen - angeblich, weil das schneller zu erreichen sei.

Die RAG äußete sich eher dahingehend, dass das PCB aus dem Grubenwasser spätestens im Rhein nur noch eine untergeordnete Rolle spiele und deshalb doch wohl kein Problem darstelle. Das ist aber falsch: Alles PCB, dessen man habhaft werden kann, muss aus den Gewässern heraus gehalten werden.

Das Problem der hohen Salzfracht, die das Grubenwasser mit sich trägt, bleibt aber noch ungelöst!


[27.02.2017]

Herr Vassialidis (IGBCE-Vorsitzender) macht sich mal wieder Sorgen um die Arbeitsplätze der Vergangenheit. In der WAZ/NRZ lamentiert er über Elektroautos (Arbeitsplätze gehen verloren, also am besten immer weiter Verbrennungsmotoren a la VW-Stinker etc.) und die Energiewende. Letztere habe den Steuerzahler bzw. die Bürgerinnen und Bürger schon mehr gekostet als alle Subventionen (immerhin erwähnt er, dass es Kohlesubventionen seit 60 Jahren gibt) für den Steinkohlenbergbau. (Der Artikel in der WAZ ist leider online nicht abrufbar)

Am Tag danach hat Herr Ulrich Scharfenort aus Duisburg folgenden Leserbrief geschrieben, den wir hier mit seiner Genehmigung veröffentlichen:

Was für eine gewagte Behauptung, dass uns die Ökostromumlage mehr kosten würde, als die Kohlesubventionen. Das nenne ich bewusste Fehlinformation
der Öffentlichkeit. Aber es versteht sich natürlich, dass ein Verband für Bergbau gegen die Energiewende wettert.
Allerdings müssen die Gesamtkosten betrachtet werden. Die Kohlesubventionen verursachen Umweltkosten. Auch heute noch. Da wären u.a. Saurer Regen und Waldschäden, dann Klimawandel mit den Folgen, Flüchtlinge und Kriege, dazu kommt die Vergiftung des Wassers durch Grundwasserhaltung. Mal ganz abgesehen von den Gesundheitskosten.
Da Braunkohle genannt wird kommen auch noch die Flächenverluste hinzu, welche so niemals wieder gewonnen werden.

[28.2.2017]

Die kreiszeitung aus dem Landkreis Vreden berichtet über ein Erdbeben der Stärke 2 in Langwedel. Verursacher ist die Gasförderung

[18.2.2017]

Kontrovers wird die neu ins BBergG aufgenommene "Bergschadensvermutung" auch für Gasförderung gesehen. Über eine Bürgerversammlung zum Thema berichtet ebenfalls die kreiszeitung.

[12.2.1017]

Ziemlich ernüchternd fällt die Bilanz des LANUV zum Potenzial der Pumpspeicherwerke in Bergwerken aus. Eine gerade herausgegebene Studie stellt dar, dass die Bergwerke allein schon deshalb i.P. keine Option darstellen, da die RAG das Grubengebäude planmäßig zur Kostenreduktion bis zur "Halskrause" voll laufen lassen möchte. Dann gibt es aber auch keine Hohlräume mehr, die man für Speicherkraftwerke nutzen könnte.

Die Wirtschaftlichkeit neuer Pumpspeicherkraftwerke wird auch in einem Beitrag  des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe verneint.

Dazu muss man wissen, dass Pumpspeicherkraftwerke nicht geeignet sind, über Tage (oder sogar Wochen) Energie zu liefern, wenn die Wind- und Solarenergie aufgrund der Wetterlage nicht zur Verfügung steht. In dem Beitrg des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wird deutlich, dass die Pumpspeicherkraftwerke ursprünglich dafür gedacht waren, Mittagsspitzen im Stromverbrauch "abzufedern". Da scheint aber die Sonne und die Erneuerbaren Energien können hier einspringen.

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