LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[7.5.2017]

Die Stadtwerke Hamm steigen aus der Kohleflözgasgewinnung aus und haben den Vertrag mit Hamm-Gas gekündigt.

In den Antworten auf zwei Anfragen der PIRATEN werden die finanziellen Probleme mit Bergbauunternehmen deutlich.

Erste Anfrage mit Antwort

Zweite Anfrage mit Antwort


[2.Mai 2017]

In naher Zukunft könnte es ein Ende geben für die ungesetzliche Einleitung von hochgiftigem PCB in Lippe, Emscher und Rhein. Tag für Tag werden Millionen von Litern Grubenwasser aus großen Tiefen der Steinkohlebergwerke (aktive und ehemalige) gefördert und in die Oberflächengewässer eingeleitet. Durch die frühere Verwendung des als hoch-toxisch geltenden PCB in Hydraulikölen ist das Grubenwasser verseucht, muss aber trotzdem an die Oberfläche gehoben werden, damit die Kohlegruben nicht absaufen und auch das Grundwasser nicht vergiftet wird.

Nachdem im letzten Jahr durch ein Gutachten nachgewiesen wurde, dass die Reinigung des Grubenwassers mit vertretbarem technischem wie finanziellem Aufwand möglich ist, soll jetzt der nächste Schritt getan werden und in einem Pilotverfahren die Beseitigung des PCB erprobt werden. Dazu hat das Umweltministerium (MKUNLV) die Bergbehörde (Bezirksregierung Arnsberg, Abt. 6) angewiesen, gegenüber dem Bergbauunternehmen RAG als „Einleiter“ eine Ordnungsverfügung zur Errichtung solcher  Pilotanlagen zu erlassen.

Damit könnte die stete Vergiftung der Oberflächengewässer durch das hochgiftige, Krebs erregende PCB hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.


[26.4.2017]

In einer Pressemitteilung vom 7. 3. weist die RAG darauf hin, dass Grubenwassereinleitungen keinerlei Probleme bereiten.

"Auch heute schon wird durch die Einleitung von Grubenwasser die Umweltqualitätsnorm in Oberflächengewässern sicher eingehalten." heißt es dort.

Dabei wird verschwiegen:

  • Für die PCB-Einleitung hat die RAG keinerlei Genehmigung.
  • Die Umweltqualitätsnorm gilt für Fließgewässer, kann also kein Maßstab für Einleitungen sein.
  • Wenn ich das Gift (PCB) genügend verdünne, fällt es dann auch irgendwann unter die Qualtiätsnorm, spätestens wenn das Grubenwasser in der Nordsee angekommen ist!

Das ist wieder ein Beispiel dafür, wie illegales Handeln durch Vernebelungstaktiken verschleiert werden soll - und der unbedarfte Bürger hinters Licht geführt wird.

Daneben bleibt immer noch das Problem der ungeheuren Salzmengen, die durch das Grubenwasser in Lippe, Emscher und schließlich in den Rhein eingebracht werden.


[23.3.17]

In Bochum an der TH Gorg Agricola (Privat-Uni der DMT) fand eine Tagung zu obigem Thema statt. Die Programmübersicht findet man hier.

Nicht alle Vorträge waren für uns hiflreich. Interessant aber der Vortrag von Herrn Hager (RAG), der auch die zukünftigen Möglichkeiten des Oberflächenmonitoring beschrieb.

Der Vortrag von Herrn Welz (BR) machte deutlich, dass man sich zur Zeit nur um offene/verdeckte Schächte, nicht um Abbaubereiche kümmern könne. Da blühen den Bürgerinnen und Bürgern südlcih der A40 bestimmt noch manche Überraschungen.

Die Folien ausgewählter Vorträge sind für unsere Mitglieder nach Anmeldung auf dieser Seite zum Download abrufbar.

 

Aktuelle Seite: Startseite Allgemeines Weitere Beiträge