LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

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Schäden an der Autobahn

[16.4.2018]

Autobahnschäden sind normalerweise nicht unser Thema. Hier sind es aber Schäden an der ganz neu angelegten A4n, die wegen des Tagebaus "umziehen" musste. Entgegen den Hinweisen der Bergbehörde und von Bergbaukritikern durchläuft die neue Trasse eine Unstetigkeitszone, die sich jetzt schon nach kurzer Zeit bemerkbar gemacht hat.

Stellungnahme der Bezirksregierung Arnsberg, Abt. 8 Bergbau und Energie NRW vom 20.02. 2007 lautet für „Steinacker“  (Nähe A4)

Es wird darauf hingewiesen, dass das Plangebiet im Bereich braunkohlen-bedingter, großflächiger Grundwasserbeeinflussung liegt.  In Folge von Sümpfungsmaßnahmen kommt es zu Grundwasser-absenkungen bzw. zu Grundwasserentspannungen der Grundwasserleiter, so dass während der Betriebszeit sümpfungs-bedingte Bodenbewegungen auftreten, die u.a. zu Senkungen und zur Schiefstellung der Geländeoberfläche führen können. Es sollte berücksichtigt werden, dass die Grundwasserabsenkungen noch über einen längeren Zeitraum wirksam bleiben. Eine Zunahme der Be-einflussung durch steigende Grundwasserstände im Planungsgebiet ist nicht auszuschließen. Nach Beendigung der bergbaulichen Sümpfungs-maßnahmen wird sich ein Grundwasseranstieg einstellen, der erneut Bodenbewegungen zur Folge haben kann. Es wird angeregt, die RWE Power AG als Bergwerksgesellschaft zu beteiligen.

Nachdem die "Bürgermeinschaft e.V. für die Gemende Niederzier" die Unstetigkeit im Gelände aufgezeigt hatte, wurde diese schnell planiert und mit Mais bepflanzt, auf dass sie nicht mehr sichtbar war! Gebaut wurde dann ohne Rücksicht auf Verluste.

Die Ergebnisse der Ignoranz sieht man hier:

Die Folge ist, dass jetzt wieder aufwändig mit den üblichen Einschränkungen für die Allgemeinheit (Sperrung der AB, Umleitung mit Belastung für Bürgerinnen und Bürger) saniert werden muss - ohne Aussicht auf dauerhaften Erfolg!

 

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