LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

[28.1.2018]

Am linken Niederrhein kennen wir den Salzbergbau, in Epe (Gronau) wird Salz aus dem Untergrund geholt und wir kennen die Probleme des Unternehmens K+S (Kali und Salz), zu seiner Verantwortung für Bergschäden zu stehen.

Im Kreis Wesel wurde jahrzehntelang behauptet, Salzbergbau könne überhaupt nicht zu Bergschäden führen. Obwohl das inzwischen geklärt ist, verweigert das Unternehmen häufig eine Bergschadensregulierung und scheut eine Schlichtungsstelle für Streitfälle.

In Epe hat es die Bürgerinitiative leider noch nicht geschafft, dass die Möglichkeit von Bergschäden überhaupt aktzeptiert wird.

Der nächste Problemfall ist jetzt aus dem Bereich der Stadt Magdeburg bekannt worden. Die Gemeinde Niegripp wird schon seit langem und auch zukünftig untergraben. Auch hier behauptet K+S, es könne praktisch keine Bergschäden geben. Aus einer Verlautbarung des Unternehmens: "Die Senkungen verlaufen gleichförmig über einen sehr langen Zeitraum und ohne Auswirkungen auf die aufstehenden Gebäude und Infrastruktur". Das ist die gleiche lächerliche Argumentation, wie wir sie schon aus den anderen Bereichen kennen. Näheres bei der Volksstimme.

Wenn man sich auf der Homepage von K+S mal umschaut, sieht man die vielen Standorte des Salzabbaus in Deutschland. Da wird einem ganz mulmig, wo überall Bergschäden nicht reguliert werden.

[18.1.2018]

Probleme des Altbergbaus

Durch die Große Anfrage der GRÜNEN im Landtag und die Antwort (Bergbaufolgen) des MWIMH darauf sind die Probleme des Altbergbaus deutlich geworden. Angesichts der abertausenden von Schächten, Tagesbrüchen und unbekannten Löchern kann nun wirklich kaum einer noch vom Segen der Kohle für das Ruhrgebiet sprechen.

Hier einige Beispiele für spektakuläre Tagesbrüche der jüngeren Vergangenheit:

 

Allgemeine Hinweise zu Gefahren des Unterrgrunds (Tagesbrüche etc, aber auch Erdbeben, Methanausgasung usw.) für das Ruhrgebiet und den Niederrhein hat die BR Arnsberg als BErgbehörde zusammengestellt. Eine kostenlose Variante gibt es unter gdu.nrw.de. Grundstücksscharfe Aussagen gibt es aus Datenschutzgründen nur auf Antrag (kostenpflichtig).

 

[17.1.2018]

Der Steinkohlenbergbau wird Ende 2018 beendet. Die Subventionen laufen aber noch etliche Jahre weiter.

Das MWEIMH hat jetzt auf die Anfrage des Abgeordneten Frank Sundermann zu den weiteren Subventionen für den Steinkohlenbergbau geantwortet.

Aus Landesmitteln fließen in den Jahren 2017 bis ?? insgesamt knapp eine Milliarde Euro an die RAG.

Genauer heißt es in der Antwort:

"Gemäß Ziffer 2 Buchstabe c der Rahmenvereinbarung „Sozialverträgliche Beendigung des subventionierten Steinkohlebergbaus in Deutschland“ vom 14. August 2007 sind für den Anteil des Landes Nordrhein-Westfalen Finanzierungshilfen für die Jahre 2017 bis 2020 in folgender Höhe in den Landeshaushalt eingestellt:
2017:170,9 Mio. Euro
2018: 161,2 Mio. Euro und
2019: 151,5 Mio. Euro.
Für die Jahre 2020 – 2022 ist ein Betrag von 220,6 Mio. Euro zu gewähren, der in drei Tranchen zur Auszahlung kommen soll. Außerdem sind für die nach der dauerhaften Einstellung des subventionierten Steinkohlebergbaus der RAG AG ab dem Jahr 2019 weiter bestehenden Lasten, die nicht vom Erblastenvertrag erfasst werden (Altlasten), und zur vorläufigen bilanziellen Inanspruchnahme für Stilllegungsaufwendungen, die vor dem Jahr 2019 entstehen, ab 2020 Hilfen in Höhe von 462,6 Mio. Euro zu gewähren. Die Auszahlungsmodalitäten sollen in einer sogenannten Zahlungsvereinbarung mit dem Bund festgelegt werden."

Dazu kommen weitere Mittel des Bundes.

 

[10.1.2018]

RAG lässt Bergleute auf PCB-Folgen untersuchen

Im Unterausschuss Bergbausicherheit wurde schon heftig über die PCB-Belastung von Bergleuten diskutiert und eine damalige, entlastende Studie vorgelegt. Diese wurde von Seiten der Bergbaukritiker angezweifelt.

Jetzt möchte sich die RAG offenbar selbst entlasten und hat eine neue Untersuchung in Auftrag gegeben. Die Mitarbeiterzeitschrift "Steinkohle" der RAG berichtet, dass 200 aktive oder ehemalige Bergleute zur Teilnahme an einer Untersuchung aufgefordert werden. Diese Untersuchung wird von der RWTH Aachen durchgeführt und soll die Langzeitfolgen der PCB-Belastung beleuchten.

Pressemitteilung der RAG

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