LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

AG Grubenwasser

[24. 9. 2018]

Ende 2018 beenden die zwei letzten Steinkohlezechen der RAG in Deutschland mit den Standorten in Bottrop und Ibbenbüren offiziell den Abbau von Steinkohle. Damit müssen nach dem sogenannten „Ausrauben“ der Gruben die Ableitungen der Grubenwässer neu organisiert und genehmigt werden. Gefahren für das Grundwasser durch beispielsweise Salze, Schwermetalle und das Ultragift PCB und Bergschäden durch Geländehebungen sind soweit wie möglich zu reduzieren.Im Saarland wurde für das zu genehmigende Grubenwasserkonzept ein Planfeststellungsverfahren mit einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung und einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingeleitet. Allerdings auch erst nach massiven Interventionen aus der Bevölkerung und Politik. Für die Zechen in Nordrhein Westfalen ist aber sehr zum Unmut vieler Bürgerinitiativen und
Umweltverbände so ein Planfeststellungsverfahren mit einer UVP nicht vorgesehen. Die Politik in den Städten, Gemeinden, Kreisen und im Landtag in NRW hat leider bisher nicht wie die Kollegen im Saarland die BI´s und Umweltverbände deutlich mit entsprechenden Maßnahmen unterstützt.

Die unterschiedliche Vorgehensweise der RAG zwischen dem Saarland und NRW ist nicht hinnehmbar, zumal die gesetzlichen Grundlagen in beiden Bundesländern die selben sind. Daher hat sich jetzt in Ibbenbüren eine neue Grubenwasser - Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des BUND, NABU, LNU, Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land und des Landesverbandes Bergbaubetroffener NRW formiert. Gemeinsam will man seine Kräfte bündeln und massiv für das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger und der Umwelt kämpfen.

Ansprechpartner ist Norbert Westphal von der Bürgerinitiative Bergbaubetroffener im Ibbenbürener Steinkohlenrevier, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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