LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Überschreitung der Nulllinie

[7.11.2017]

Die Bezirksregierung Arnsberg hat auf ihrer Internetseite das nächste Gutachten zu Bergsenkungen außerhalb der sogenannten "Nulllinie" veröffentlicht. Prof. Busch von der TU Clausthal-Zellerfeld hat diesmal die Auswirkungen des Bergwerks Lippe untersucht. Tenor: Es gibt zwar außerhalb Senkungen von bis zu 8 cm, aber Bergschäden sind keine zu erwarten".

Nachdem wir schon fachliche Kritik an vorhergehenden Gutachten angebracht haben, ist jetzt auffällig, dass der Gutachter nur 500 Erdbebenereignisse berücksichtigt. Dem LVBB liegen aber Unterlagen über mehr als 2000 Ereignisse vor. Prof. Busch ist aufgefordert, diese Diskrepanz darzulegen.

Das Gutachten wird wahrscheinlich in der Sitzung des UA-Bergbausicherheit vom 15. 12. vorgestellt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Bergbehörde diesmal einen fachlichen Diskurs ermöglicht. Bei anderen Gutachten wurde dies zwar versprochen, aber nicht umgesetzt.

Die Festlegung des Einwirkungsbereiches ist relevant, da auf dieser die Möglichkeit eines Einspruchs gegen Betriebspläne beruht und auch die Bergschadensvermutung an dieser Grenze festgemacht wird.

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