LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

PCB im Grubenwasser 5

[10.5.2017]

In der heutigen Ausgabe der NRZ/WAZ wurde folgender Leserbrief in der Spalte Klartext (auszugsweise) veröffentlicht. Wegen der weitergehenden Inhalte geben wir hier den Inhalt des Leserbriefs mit Erlaubnis des Erstellers komplett wieder:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der NRZ-Ausgabe vom Samstag, den 6. Mai berichten Sie über PCB aus Zechen. Der Grüne Umweltminister, Herr Remmel, fordert in einem Erlass Pilotversuche zur Entfernung des PCB aus dem Grubenwasser, das durch Öle und Hydraulikflüssigkeiten in großen Mengen unter Tage verblieben ist und sich als eine der gefährlichsten Altlasten des Kohlebergbaus für unser lebenswichtiges Grundwasser darstellt.
 Dabei hat er dem Landesoberbergamt/Bezirksregierung Arnsberg eine Reihenfolge vorgegeben: Ibbenbüren und später Haus Aden. Völlig unerwähnt bleibt jedoch das ehemalige Bergwerk Lohberg in Dinslaken. Aber genau dort plant die RAG, zukünftig 60 Millionen m³ Grubenwasser zu fördern und direkt in den Rhein abzuleiten. Als die RAG, politisch motiviert, maximale Förderkapazitäten realisierte, da wurden im Ruhrgebiet insgesamt rd. 90 Millionen m³ Grubenwasser gefördert. Das heißt: Etwa 2/3 dieser Maximalmengen sollen zukünftig (für immer und ewig?) auf Lohberg gefördert werden. Diese Wässer sind nicht nur PCB-belastet, sondern auch viel zu warm, um unbehandelt und ungekühlt in den Rhein entsorgt zu werden. Hier sollte sich Herr Remmel vordringlich kümmern und dafür sorgen, das diese Altlasten für die dort lebenden Bürger ohne zusätzliche Belästigungen durch Anwohnerfeindlich geplante Aufbereitungs- und Rückkühlanlagen beseitigt werden.

Dr. Heinrich Peters, Hünxe-Bruckhausen

 

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