LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

PCB - Grubenwasser wird gereinigt

[2.Mai 2017]

In naher Zukunft könnte es ein Ende geben für die ungesetzliche Einleitung von hochgiftigem PCB in Lippe, Emscher und Rhein. Tag für Tag werden Millionen von Litern Grubenwasser aus großen Tiefen der Steinkohlebergwerke (aktive und ehemalige) gefördert und in die Oberflächengewässer eingeleitet. Durch die frühere Verwendung des als hoch-toxisch geltenden PCB in Hydraulikölen ist das Grubenwasser verseucht, muss aber trotzdem an die Oberfläche gehoben werden, damit die Kohlegruben nicht absaufen und auch das Grundwasser nicht vergiftet wird.

Nachdem im letzten Jahr durch ein Gutachten nachgewiesen wurde, dass die Reinigung des Grubenwassers mit vertretbarem technischem wie finanziellem Aufwand möglich ist, soll jetzt der nächste Schritt getan werden und in einem Pilotverfahren die Beseitigung des PCB erprobt werden. Dazu hat das Umweltministerium (MKUNLV) die Bergbehörde (Bezirksregierung Arnsberg, Abt. 6) angewiesen, gegenüber dem Bergbauunternehmen RAG als „Einleiter“ eine Ordnungsverfügung zur Errichtung solcher  Pilotanlagen zu erlassen.

Damit könnte die stete Vergiftung der Oberflächengewässer durch das hochgiftige, Krebs erregende PCB hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

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